VABÖ-Newsletter Dez./Jan. 2014/15

30.12.2014

Der VABÖ wünscht allen LeserInnen des Newsletters einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2015!

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
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Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Kehrtwendung der EU in der Abfallpolitik?
Juncker kippt die ambitionierte Kreislaufwirtschafts-Strategie

Juncker
Juncker hat genug von Kreislaufwirtschaft...

Gleich nach seinem Amtsantritt schockt Kommissionspräsident Juncker die Nachhaltigkeitsziel-orientierten Abfallwirtschaftler: er zog das von der Vorgängerkommission erst diesen Sommer beschlossene "Keislaufwirtschaftspaket", das ambitionierte Ziele beim Recycling und in der Schaffung von "Green Jobs" in Abfallwirtschaft und Ressourcenschonung vorsah, kurzerhand zurück, und wird dafür sogar von Parteikollegen wie Umweltminister Rupprechter scharf kritisiert.

Das stattdessen veröffentlichte neue Arbeitsprogramm der Kommission bleibt bei den abfallpolitischen Zielen wesentlich unkonkreter. Umweltminister Andrä Rupprechter kritisiert den "falschen Weg", mit "altem Industriedenken" könne man die Aufgaben der Zukunft nicht lösen. Er fordert eine starke Konzentration auf "Green Jobs", die mit ambitionierten Re-Use- und Recyclingzielen geschaffen werden können, um so gleichzeitig einen Beitrag zur Ressourcenschonung, zur Verringerung der Importabhängigkeit und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zu leisten.

Die europäischen NGO-Dachorganisationen werden nun in den Detaildiskussionen um die Ausformulierung neuer abfallwirtschaftlicher Strategien mit allen Mitteln versuchen, die ursprünglichen ambitionierten Ziele weitgehend zu "retten".

Statement von Umweltminister Andrä Rupprechter hier (im Videoabschnitt von 3:55' bis 5:33')...


02. Idee für Abfallvermeidungsprojekt:
"Der offene Kleiderschrank"

GLOBAL 2000 Offener Kleiderschrank
Grafiken: GLOBAL 2000

Eine fantasievolle und leicht umzusetzende Idee für die Vermeidung von Abfällen aus alter Kleidung gibt es bei GLOBAL 2000: In Cafés, Hostels, Schüler- und Studentenheimen und anderen geeigneten Orten sollen "Offene Kleiderschränke" entstehen, wo jeder nicht mehr benötigte aber noch gut tragbare Kleidungsstücke hineinhängen kann, und sich gleichzeitig jeder daraus gewünschte Kleidungsstücke entnehmen kann. Eine Art permanente Tauschbörse ganz ohne Internet!

So haben Menschen mit gebrauchten Kleidungsstücken (passt nicht mehr, gefällt nicht mehr, kein Platz mehr im eigenen Kleiderschrank) eine einfache Möglichkeit, diese einer sinnvollen Weiternutzung zuzuführen, falls gerade keine karitative Sammelstelle oder ein Sammelcontainer einer seriösen sozialwirtschaftlichen Einrichtung in der Nähe verfügbar ist. Und andere Menschen können ganz kostenlos zu brauchbarer Kleidung kommen, wenn der nächste sozialwirtschaftliche Secondhand-Shop zu weit weg ist. Gerade junge Menschen spricht diese Form der nicht-kommerziellen "Share Economy" besonders an.

Wie bei dem ganz ähnlichen Konzept der "offene Bücherschränke" könnten auch hier Gemeinden und Abfallverbände die Rolle der Initiatoren, Vermittler und Betreuer übernehmen. Mehr Infos hier...


03. Starker steirischer Beitrag in europäischer Abfallwirtschaft:
Leitfaden getrennte Abfallsammlung für Kommunen und Regionen

Autowrack Entsorgung in Salzburg
Foto: GP Styria waste and biowaste

Die abfallwirtschaftliche Abteilung der steirischen Landesregierung und die ARGE Abfallvermeidung geben anderen europäischen Regionen "Entwicklungshilfe": Im europäischen Projekt "Regions for Recycling" (R4R) wurden 40 Good Practice-Beispiele zu vorbildlichen abfallwirtschaftlichen Maßnahmen aus zahlreichen europäischen Regionen zusammengefasst, darunter zwei aus der Steiermark: sowohl die kommunale Umwelt- und Abfallberatung als auch die getrennte Bioabfallsammlung wurden hier erstmals großflächig umgesetzt und dienen nun als Vorbild für Europa.

Neben der Good-Practice-Sammlung erarbeitete das internationale Projektteam auch einen Leitfaden für die Umsetzung grundlegender Abfallwirtschaftlicher Maßnahmen, denn die getrennte Sammlung gehört noch bei weitem nicht in allen europäischen Regionen zum Standard, schon gar nicht mit über 70% getrennter Sammelquote wie im Pionierland Steiermark. Aber auch Österreich kann von anderen europäischen Regionen lernen: Sämtliche Good-Practice-Beispiele, der Leitfaden und zahlreiche weitere Projektergebnisse sind hier zu finden.


04. Mit dem VABÖ-Blatt up-to-date:
Top-Themen der Abfall-Öffentlichkeitsarbeit im Förderabo!

Seit 2014 erscheint das VABÖ-Blatt, das Printmedium des Verbandes Abfallberatung Österreich, jeweils vierteljährlich zu einem wichtigen top-aktuellen Schwerpunktthema für die abfallwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit - bislang nur für kommunale Umwelt- und AbfallberaterInnen des VABÖ. Nun können auch andere interessierte PraktikerInnen in Gemeinden, Abfallverbänden, Landesregierungen, Entsorgungsunternehmen und anderen Organisationen die wertvollen Anregungen für die Planung der eigenen Arbeit nutzen: Für Nicht-Mitglieder des VABÖ gibt es jetzt das Förder-Abo! Hier die bisherigen Schwerpunktausgaben (Re-Use, Littering und Bioabfall) zur Ansicht:

VABÖ Thema Re-Use VABÖ-Blatt 1/2014
VABÖ Thema Re-Use VABÖ-Blatt 2/2014
VABÖ Thema Littering VABÖ-Blatt 3/2014
VABÖ Thema Bioabfall VABÖ-Blatt 4/2014

Für 2015 sind folgende Schwerpunkte geplant: Lebensmittelabfälle, Repair-Cafés, Cradle to Cradle, Verpackungsabfallberatung neu. An VABÖ-Mitglieder wird das VABÖ-Blatt gratis versendet. Gratis-Download für alle wird künftig erst nach einem Jahr möglich sein. Daher gibt es jetzt für Nicht-Mitglieder das Förder-Abo! Wer also am Puls der Zeit über die aktuellen Top-Themen der kommunalen Abfallberatung informiert sein möchte, sollte den VABÖ mit einem Förderbeitrag von mind. € 20,- für 4 Ausgaben unterstützen, dann wird das VABÖ-Blatt vierteljährlich (8 Seiten) druckfrisch zugesendet. Einfach E-Mail mit allen Kontaktdaten und Hinweis "Förderabo VABÖ-Blatt" an vaboe@arge.at senden!


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