VABÖ-Newsletter Februar 2014

Verband Abfallberatung Österreich (VABÖ)

13.02.2014

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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Kontakt/Impressum:

VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Dreihackengasse 1,
A-8020 Graz

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Größte Altbatterie-Sammelschiene:
Fast 50% der Altbatterien landen im Restmüll!

Foto: NÖ AWV

Der Abfallverband Schwechat rechnet vor: in NÖ werden jährlich ca. 713 t Batterien verkauft (0,44 kg pro Einwohner). 290 t (41%) werden von den NÖ Abfallverbänden gesammelt, ca. 80 t (11%) über den rücknahmeverpflichteten Handel, somit bleibt der Restmüll mit vermuteten 343 t (48%) die größte Batteriesammelschiene.

Diese Zahlen werden auch durch die jährlichen Müllanalysen in NÖ bestätigt. Die Ziele der Altbatterien-Verordnung, nämlich Vermeidung und Recycling von Batterien, wurden durch die verpflichteten Inverkehrsetzer der Batterien somit nicht erreicht. Zahlreiche Abfallverbände, nicht nur in NÖ, versuchen, mit attraktiven Sammelhilfen wie der Mehrweg-Sammelbox für Altbatterien, die Sammelmengen zu steigern. Dabei werden sie auch von den Sammelsystemen der Wirtschaft unterstützt. Dennoch: Vernünftige Rücklaufquoten von 90% würde nur das bereits in den 90er-Jahren von Prof. Gerhard Vogel (WU) konzipierte Batteriepfand bringen. Dies sollte angesichts der immer lauter werdenden Diskussion über Schließung von Rohstoffkreisläufen wieder neu diskutiert werden, denn auch der Handel muss seinen fairen Beitrag zur Rohstoffsicherung leisten!

Mehr Info zur Sammelbox hier...

02. Tolle Initiative der Marktgemeinde Altmünster:
Aktionswoche "Reparieren bringt's"

Foto: Marktgemeinde Altmünster

Eine nachahmenswerte Idee: Die Marktgemeinde Altmünster führt von 10. bis 22. Februar Aktionswochen durch, bei denen Reparaturen bei heimischen Reparaturbetrieben 10% billiger sind! Doch damit nicht genug: Umwelt- und Abfallberater Josef Pesendorfer gestaltete den jährlichen Umweltkalender der Gemeinde für heuer ganz unter dem Motto "Reparieren, Erhalten, Erneuern, Wiederverwenden".

Die Idee, einen Gemeinde-Umweltkalender mit einem thematischen Schwerpunkt und für jeden Monat ein eigenes Kalenderblatt mit Infos, Tipps und Aktionen zu machen, ist bislang relativ einzigartig, aber jedenfalls ein guter Tipp für alle Gemeinden und Abfallverbände - wenn jetzt schon mit der Planung und Konzeption begonnen wird, könnte dieses aussergewöhnliche Informationsmedium 2015 in vielen weiteren Regionen die Küchenwände in ansprechend gestaltete Umweltinfotafeln umwandeln....
Infos zu den Aktionswochen gibts hier...

Der Umweltkalender kann hier als pdf heruntergeladen werden: www.altmuenster.at.

03. Öberösterreich:
Weiterentwicklung der Sperrmüllverwertung

Foto: Umweltprofis, BAV Vöcklabruck

In einem Pilotprojekt in vier oberösterreichischen Altstoffsammelzentren (ASZ) wurde eine noch weitere Aufsplittung des angelieferten Sperrmülls getestet. Ergebnis: Kosteneinsparung.

Neben den schon bisher abgetrennten Fraktionen Holz und Alteisen wurde nun auch die getrennte Annahme der Fraktion Kunstoff-Nichtverpackungen und textile Reststoffe getestet. Durch die direkte thermische Verwertung konnte eine Reduzierung der Entsorgungskosten um ein Drittel erreicht werden. In allen OÖ ASZ erfolgt mittlerweile die getrennte Annahme von Kunststofffenstern, eine Ausglasung ist nicht notwendig.

Weitere Infos bei den OÖ Umweltprofis: www.umweltprofis.at

04. Umpädicus
Neuer Lehrgang startet im Frühjahr 2014

Foto: Liese Esslinger

Umwelterziehung beginnt schon im Kindesalter. Wer von klein auf lernt, sorgsam mit seiner Umwelt umzugehen, wird sich auch als Erwachsener umweltbewusst verhalten. Das wesentliche Ziel des Lehrgangs „Umpädicus“ ist es, Abfall- und UmweltberaterInnen zu befähigen, ihr ausgezeichnetes Wissen dem Alter und der persönlichen Entwicklung der Kinder entsprechend umzusetzen.

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten die AbsolventInnen ein Zertifikat, mit dem bestätigt wird, dass sie neben fachlicher Kompetenz Kenntnisse in den Bereichen Pädagogik, Didaktik und Betriebswirtschaft erworben haben. Dem Lebensministerium ist Umweltbildung ein großes Anliegen. Um die Teilnahme am Umpädicus zu erleichtern, übernehmen Lebensministerium und ARA AG für Abfall- und UmweltberaterInnen je ein Viertel der Lehrgangskosten. Ein neuer Lehrgang startet im Frühjahr. Der Umpädicus wurde beim PHÖNIX 2008 mit einem Preis ausgezeichnet.

Alle Informationen zum Umpädicus und zur Anmeldung für den neuen Lehrgang finden Sie hier...

Foto: tatwort

05. Coole Sprüche:
Mehrweg ist mehr wert

Auch 2014 prämiert das Lebensministerium im Rahmen seiner Initiative „Sag’s am Mehrweg“ die originellsten Sprüche rund um das Thema „Mehrweg“. Die besten Sprüche werden auf den Getränkeflaschen der Partner veröffentlicht.

Alle Informationen zum Wettbewerb und zur Initiative selbst siehe hier...

06. Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“:
Startschuss für den „VIKTUALIA Award 2014“

Foto: Lebensministerium

Seit 24. Jänner 2014 sucht das Lebensministerium im Rahmen seiner Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ wieder die ambitioniertesten Projekte und Initiativen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Mitmachen können Unternehmen, soziale Organisationen, Schulen, Jugendorganisationen, aber auch Einzelpersonen.

Der VIKTUALIA Award wird in sechs Kategorien vergeben: Wirtschaft, Landwirtschaft und Regionale Projekte, Gastronomie und Großküchen, Schul- und Jugendprojekte, Soziale Initiativen und Projekte sowie Privates Engagement.
Lebensmittel wegzuwerfen ist nicht nur eine Verschwendung wertvoller Ressourcen, sondern angesichts des Hungers in der Welt auch moralisch bedenklich. Jährlich landen österreichweit 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Restmüll. Dies entspricht einem Warenwert von über einer Milliarde Euro. Um der Verschwendung gegenzusteuern hat das Lebensministerium die Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ ins Leben gerufen und setzt sich mit einer breit angelegten Informationsoffensive gegen das Wegwerfen wertvoller Lebensmittel ein. Ziel ist, bis Ende 2016 die Lebensmittelabfälle im Restmüll um 20 Prozent bzw. generell entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren.

Projekte können bis 14. März 2014 eingereicht werden. Die Preisverleihung findet Ende Mai 2014 in Wien statt. Weitere Informationen unter: www.lebensmittel-sind-kostbar.at

07. Ihre Stimme für die Reparaturgesellschaft:
Voten Sie für Reparaturcafé "Schraube14"

Foto: R.U.S.Z

Im Rahmen der heurigen "SozialMarie", dem Preis für soziale Innovation können Sie mit Ihrer Stimmabgabe für das Reparaturcafé "Schraube14" des RepaNet-Mitgliedsbetriebes RUSZ in Wien eine kräftige Stimme für die Stärkung der Reparaturgesellschaft abgeben! Reparaturcafés boomen derzeit in Österreich, diese Bewegung gehört auf jede erdenkliche Weise unterstützt!

Das RUSZ bietet wöchentlich mit dem "Schraube14" eine kostenlose Selbstreparaturmöglichkeit für kleinere Elektrogeräte innerhalb seiner Betriebsräume an, somit steht eine professionelle Werkstatt samt Fachleuten direkt zur Verfügung. Reparaturcafés dieser Art schließen die Lücke zwischen einer für viele Menschen unwirtschaftlichen oder nicht leistbaren Reparatur durch gewerbliche Reparateure und dem Wegwerfen, und ermöglicht daher insbesondere für Menschen mit wenig Geld solidarische und kollektive Selbsthilfe mit professioneller Unterstützung. Genau dieser Ansatz trägt insgesamt zur Entwicklung nachhaltigerer Lebensmuster und Konsumstile bei. Reparaturcafés gibt es inzwischen bereits neben mehreren in Wien auch in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und der Steiermark, weitere sind in Planung. Einige Reparaturcafés werden auch von Abfallverbänden und anderen öffentlichen Einrichtungen unterstützt, eine österreichweite Vernetzung wird bereits angedacht.

Zum Voting geht´s hier: www.sozialmarie.org, zum Reparaturcafé im RUSZ: www.rusz.at

08. Danke an Angelika Cortolezis
Neue VABÖ-Newsletter-Redaktion, neues Outfit

Foto: Angelika Cortolzezis

Angelika Cortolezis, die seit dem Bestehen des VABÖ-Newsletter für dessen Redaktion verantwortlich war, fast 20 Jahre als kommunale Umwelt- und Abfallberaterin gearbeitet hat und aus dieser Zeit vielen in guter, lebhafter Erinnerung ist, widmet sich nun ganz ihrer selbstständigen Tätigkeit.

Der VABÖ-Vorstand hat seinen langjährigen Geschäftsführer und Koordinator Matthias Neitsch mit der Weiterführung und Neugestaltung betraut. Wir bedanken uns bei Angelika, wünschen ihr viel Erfolg und hoffen, dass der neugestaltete VABÖ-Newsletter den LeserInnen gefällt.

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an neitsch@arge.at.

Wer will, kann Angelika auf Ihrer Homepage besuchen: www.quantenmatrix.at

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