VABÖ-Newsletter März 2015

07.04.2015

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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Kontakt/Impressum:

VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Trappelgasse 3/1/18,
A-1040 Wien

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Als erste in Österreich:
Jenbach bringt Re-Use in die Müllabfuhrordnung

Re-Use Sammeltag in Tirol
Re-Use-Sammeltag in Tirol
Foto: CERREC

Die Marktgemeinde Jenbach in Tirol hat als erste Gemeinde Österreichs das Thema Re-Use auch in der Müllabfuhrordnung verankert. "Verwendbare Abfallgegenstände (Re-Use-Ware)" werden explizit als Wertstoff aufgelistet und die GemeindebürgerInnen werden aufgefordert, diese an den zweimal jährlichen Sammelterminen im Recyclinghof abzugeben.

Mit dieser Regelung setzt Jenbach im eigenen Wirkungsbereich konsequent die 5-stufige Abfallhierarchie um, nach der die Vorbereitung brauchbarer Abfallgegenstände zur Wiederverwendung Vorrang vor dem Recycling hat. Jenbach definiert klar, welche re-use fähigen Produktgruppen gesammelt werden und welche nicht. Die gesammelte Re-Use-Ware wird dem sozialwirtschaftlichen Re-Use-Betrieb WAMS übergeben. Aus der Gruppe Elektrogeräte werden derzeit nur bestimmte Kleingeräte übernommen, weil es für Großgeräte in Tirol noch keinen Re-Use-Betrieb mit entsprechender Werkstatt gibt. Auch re-use-fähige Möbel können in Jenbach nicht übernommen werden, weil WAMS dafür keine Kapazitäten hat. Übernommen werden Kleidungsstücke, Sportartikel, Werkzeug, Geschirr, Hausrat, Bücher, Spielzeug, Werkzeug und vieles mehr.

Nähere Infos gibts beim Umwelt- und Abfallberater der Marktgemeinde Jenbach, Ing. Otto Lederwasch: umweltamt@jenbach.at


02. Lang lebe die Waschmaschine!
Tipps zum Kauf und nachhaltiger Nutzung von Waschmaschinen

Langlebige Waschmaschinen
Grafik: Monika Kupka, "die umweltberatung"

Damit eine Waschmaschine lange hält, ist Sorgfalt beim Kauf und Gebrauch gefragt. Im neuen Infoblatt „Langlebige Waschmaschinen“ hat "die umweltberatung" gemeinsam mit Fachleuten des Reparaturnetzwerks Wien Tipps zusammengestellt: für die Auswahl im Geschäft und für den schonenden Gebrauch und die Pflege der Waschmaschine.

"Eine Waschmaschine wiegt rund 70 Kilogramm, bei ihrer Herstellung werden jedoch rund 1.400 Kilo Material verbraucht. Sie nach wenigen Jahren zu entsorgen ist daher eine Ressourcenverschwendung. Dies ist auch der Grund, warum der Ersatz von älteren, funktionstüchtigen, weniger energieeffizienten Geräten durch neuere energieeffizientere nur in seltenen Fällen einen Umweltvorteil bringt. Beim Neukauf ist es am besten, ein langlebiges Produkt zu wählen und die Maschine schonend zu nutzen. Dabei wollen wir die KonsumentInnen mit dem neuen Infoblatt unterstützen“, sagt Johanna Leutgöb, Ressourcenexpertin von "die umweltberatung" und reagiert dabei auf zahlreiche Anfragen nach Empfehlungen für langlebige Geräte.

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine Kriterien der Langlebigkeit zu beachten, bringt‘s: Das Gerät funktioniert viele Jahre und ist bei einem Defekt gut reparierbar. Einige der Tipps: Waschmaschinen mit beschrifteter Wahlschalter oder Tasten sind weniger fehleranfällig als jene, wo das Programm nur nur mit einem Display angezeigt wird. Wenn es nur ein Display gibt und dieses ausfällt, ist die Maschine nicht mehr bedienbar. Ein Flusensieb („Grobteilefalle“) muss vorhanden sein und sich an der Vorderseite befinden. Der Türverschluss muss mechanisch entriegelt werden können.

Tipps für den schonenden Betrieb: Um Schimmelbildung im Gerät zu vermeiden ist es besser, die Waschmaschinentüre geöffnet zu lassen, wenn die Maschine nicht verwendet wird. Zur Schonung der Wäsche und des Trommellagers empfehlen die Reparateure, keine höhere Schleuderdrehzahl als 1.200 Umdrehungen pro Minute zu wählen. In Regionen mit hartem Wasser, also ab 16° dH, ist regelmäßiges Entkalken notwendig. Eine Anleitung dazu und viele weitere Tipps enthält das neue Infoblatt.

Das 4-seitige Infoblatt "Langlebige Waschmaschinen" gibt es hier...


03. Lebensmittelabfälle
Kampagnentipps im neuen VABÖ-Blatt

VABÖ-Blatt zum Thema Lebensmittelabfälle

Ausführliche Tipps, Handlungsempfehlungen und Hintergrundinfos für alle, die zum Thema Lebensmittelabfälle Aktivitäten planen, bietet die neueste Ausgabe des VABÖ-Blattes. Warum es so schwierig ist, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, warum das Thema dennoch in der Öffentlichkeitsarbeit zur Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltigem Konsum eine Schlüsselrolle spielt, Tipps für erfolgreiche Aktions- und Kampagnenplanung, psychologische Hintergründe und vieles mehr bietet diese Ausgabe der Mitgliederzeitschrift des VABÖ.

VABÖ-Mitglieder erhalten das VABÖ-Blatt kostenlos. Werden Sie Fördermitglied mit mind. € 20,- Förderbeitrag im Jahr, dann bekommen Sie künftig viermal im Jahr diese praktische Arbeitsunterstützung für Ihre Öffentlichkeitsarbeit druckfrisch zugesendet. Als Einstiegsbonus erhalten Sie die letzte Ausgabe zum Thema Lebensmittelabfälle, solange Vorrat reicht.

Förderabo-Bestellung unter vaboe@arge.at


04. Bewährte Bewusstseinsbildung im dritten Jahr
Aktionstage Nachhaltigkeit: Vom 27. Mai bis 07. Juni 2015

Nachhaltiges Österreich 2015

Auch heuer wieder finden die nun schon fast traditionellen "Aktionstage Nachhaltigkeit" statt, diesmal sogar in die „Europäischen Aktionswoche Nachhaltigkeit“ eingebettet. Innerhalb von 10 Aktionstagen wird das vielfältige Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung in Österreich vor den Vorhang geholt. An den Aktionstagen können alle teilnehmen, die sich in Österreich für eine lebenswerte Zukunft engagieren. Mit einem einfachen Internet-Eintrag ins Programm der Aktionstage werden die diversen Aktionen, Projekte und Ideen der Teilnehmenden für alle Interessierten sichtbar.

Ziel der Initiative ist es, die enorme Bandbreite der Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Entwicklung sowie die Gestaltungsmöglichkeiten der österreichischen AkteurInnen auf Regionaler-, Landes- und Bundesebene aufzuzeigen. Der Begriff der Nachhaltigkeit soll damit im Bewusstsein der Gesellschaft gestärkt und der Wert der Nachhaltigen Entwicklung für den Erhalt unserer Lebensqualität deutlich gemacht werden. Die Initiative wird von den NachhaltigkeitskoordinatorInnen des Bundes und der Länder getragen und hat zahlreiche PartnerInnen und UnterstützerInnen. Die Aktionstage leben jedoch von der Begeisterung und dem Engagement jeder und jedes einzelnen Teilnehmerin/s.

Über 550 kreative und innovative Aktionen von Privatpersonen, Verbänden, Vereinen, NGOs, Unternehmen, Städten, Gemeinden und Regionen, wie auch soziale, wissenschaftliche, kulturelle und kirchliche Einrichtungen, Ministerien und anderen Verwaltungseinrichtungen haben sich seit 2013 in beeindruckender Weise an der Initiative beteiligt.

Alle Engagierten für eine Nachhaltige Entwicklung sind herzlich eingeladen, von 27. Mai bis 7. Juni 2015 an den Aktionstagen teilzunehmen. Infos und Anmeldung hier...


05. Clever einkaufen für die Schule
Im Online-Quiz das Wissen testen und gewinnen!

Clever einkaufen für die Schule Quiz
Clever einkaufen!

Im Online-Quiz das Wissen testen und gewinnen: Am 1. April 2015 startet das monatliche Online Umwelt-Quiz auf www.schuleinkauf.at. Jeden Monat gibts eine Chance zu gewinnen, acht Monate hindurch bis November. Alle die bei den Monatsverlosungen mitmachen, bekommen eine zweite Gewinnchance. Schlussverlosung ist im Dezember.

Drei Fragen sind zu beantworten. Zu jeder Frage gibt es vier mögliche Antworten. Wenn die Entscheidung für die „richtige“ Antwort gefallen ist, wird das deutlich angezeigt. In jedem Fall erscheint auch noch ein Wissenskärtchen mit interessanten Infos zur gestellten Frage. Die Fragen stammen aus einem großen Frage-Pool und werden mittels Zufallsgenerator aufgerufen.

Sobald alle drei Fragen richtig beantwortet sind, ist die Teilnahme an der Monatsverlosung möglich. Dazu einfach die E-Mail Adresse in das vorgesehene Feld eingegeben. Jedes Monat werden drei Preise verlost. Die GewinnerInnen der Preise werden nach dem Monatsletzten ermittelt und per E-Mail verständigt. Wissen testen, mitmachen und gewinnen!

AbfallberaterInnen und andere MultiplikatorInnen sind herzlich eingeladen, den Button mit Link zur Quizteilnahme auf ihre Website zu stellen und zu mit schuleinkauf.at verlinken.


06. Neues Sammelsystem für Altmedikamente:
Remedica

Remedica
Reclay präsentiert kostenloses
Altmedikamenten-Sammelsystem
REMEDICA
Foto: Reclay

Reclay Österreich bietet seit Anfang des Jahres das flächendeckende Altmedikamenten-Sammelsystem REMEDICA für alle 1300 österreichischen Apotheken an, und das kostenlos! Schon bisher wurden aufgrund einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Apothekerkammer Medikamente von KundInnen kostenlos zurückgenommen, die Apotheken mussten sich dabei aber selbst um die Entsorgung kümmern, diese auch selbst zahlen, wobei in manchen Regionen Kommunen diese Kosten übernommen haben. Reclay bietet nun nach deutschem Muster die kostenlose Rücknahme an, finanziert durch Reclay und Kwizda Pharmahandel. Künftig ist angestrebt, auch die Produzenten einzuladen, über eine Art "freiwillige Herstellerverantwortung" ihren Teil beizutragen.

Die in den teilnehmenden Apotheken zurückgenommenen Medikamente werden von Kwizda Pharmahandel gesammelt und von Reclay als Abfallsammler von Verpackungen der thermischen Behandlung (= Verbrennung) zugeführt. Den in das REMEDICA-System eingebundenen Apotheken werden REMEDICA-Entsorgungspakete bestehend aus Sammelsäcken und Informationsmaterialien und einem Türaufkleber für Apothekeneingänge zur Verfügung gestellt.

Die Apotheken werden umfassend zum Rücknahmesystem geschult. Gefährliche Arzneimittel dürfen nicht in den REMEDICA-Sack. Die Apotheker kennen die Inhaltsstoffe von Arzneimitteln und können so die Unterteilung richtig durchführen. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft begrüßt grundsätzlich die Einrichtung eines derartigen Sammelsystems. Auch der Österreichische Apothekerverband begrüßt Initiativen zur flächendeckenden Arzneimittelentsorgung.

Weitere Infos hier...
Ansprechpartnerin Reclay Österreich: DI Hanna Ofner, h.ofner@reclay-group.com


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