VABÖ Newsletter 04-2018

24.05.2018

VABÖ unterstützt die Initiative der österreichischen Abfallwirtschaft Rund geht's!

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

Newsletter bestellen

Wenn Sie unseren VABÖ-Newsletter künftig regelmäßig erhalten wollen, bitten wir Sie, den Newsletter zu bestellen.

Sollten Sie unseren Newsletter ungewollt erhalten haben, möchten wir uns entschuldigen - bitte senden Sie uns eine kurze Nachricht und Sie erhalten keinen VABÖ-Newsletter mehr. Newsletter abmelden

Wenn Sie uns das E-Mail nicht retournieren, gehen wir davon aus, dass Sie weiterhin unseren Newsletter erhalten möchten.

Kontakt/Impressum:

VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Trappelgasse 3/1/18,
A-1040 Wien

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855


01. Für rückstandslos abbaubare Knotenbeutel:
Petition „Ja zum Bio-Kreislauf-Sackerl“

Bio-Kreislauf-Sackerl
© Kompost und Biogas Verband
Österreich, Bild Shutterstock.com

Der Kompost & Biogas Verband Österreich informiert: Oxo-abbaubare Kunststoffe sind nicht nach EN 13432 biologisch abbaubar. Es ist aber nachgewiesen, dass sich biologisch abbaubare Kunststoffe, die nach der Norm EN 13432 zertifiziert und produziert wurden, vollständig, rückstandsfrei und biologisch zu Wasser, CO2 und Biomasse zersetzen, erklärt der Verband in einer Aussendung und ruft zur Petition „Ja zum Bio-Kreislauf-Sackerl“ auf.

Ab 2023 ist die getrennte Sammlung von Bioabfall in der EU verpflichtend. Aktuell ist aber vor allem in den Städten der Bioabfall häufig mit nicht kompostierbaren Kunststoffen verunreinigt, in denen Lebensmittel verpackt waren oder die für die Sammlung verwendet und mit in die Tonne geworfen werden. Der Kompost & Biogas Verband Österreich schlägt deshalb vor, das Problem an der Wurzel zu packen und alle nicht biologisch abbaubaren Kunststoffsackerln durch umweltfreundlich kompostierbare zu ersetzen. Das führe zu sauberem Bioabfall mit deutlich weniger Störstoffen, so Hubert Seiringer vom Kompost und Biogas Verband beim 30. Kasseler Abfall- und Ressourcenforum. Gute Erfahrungen mit der getrennten Sammlung mit Hilfe von bioabbaubaren Sackerln hat die Stadt Mailand gemacht. (Quelle: Europaticker)

Die mediale Diskussion wurde im Jänner von einem Bericht der EU-Kommission angeheizt, in dem festgehalten ist, dass die so bezeichneten oxo-abbaubaren Kunststoffe nicht zu den biologisch rückstandslos abbaubaren gehören. Diese Kunststoffe sind zwar so zusammengesetzt, dass sie schneller zerfallen als konventionelle Kunststoffe, was aber übrig bleibt, ist zum Teil fraglich und wahrscheinlich bis sicher umwelt- und gesundheitsschädlich. Was für die oxo-abbaubaren Kunststoffe gilt, trifft aber nicht auf die tatsächlich bioabbaubaren Stoffe zu (Wir haben unseren VABÖ-Bericht nun richtig gestellt). Typischerweise wird behauptet, dass auch die bioabbaubaren Kunststoffe Rückstände hinterlassen, erklärt Robert Tulnik vom Kompost & Biogas Verband auf VABÖ-Anfrage, das liege daran, dass die EN 13432 vorsieht, dass nach der Abfallbehandlung nicht mehr als 10 % vom Ausgangsmaterial übrig bleiben darf. Was in diesem Fall übrig bleiben kann, sind bis zu 10 % Biomasse. Mikroplastik oder andere schädliche Stoffe gehören nicht dazu. Der Kompost & Biogas Verband bemängelt, dass der Bericht der EU-Kommission keinen Unterschied zwischen oxo- und bioabbaubar macht. Dabei haben bioabbaubare Sackerl als Knotenbeutel für Obst und Gemüse das Potential, die herkömmlichen Kunststoffbeutel abzulösen und uns in der Vermeidung von Plastikabfall einen großen Schritt voranzubringen. Denn gerade die hauchdünnen Knotenbeutel finden sich gehäuft im Bioabfall und sind besonders schwer aus dem Kompost aussortierbar. Deshalb hat der Kompost & Biogas Verband mit dem Bündnis für das österreichisches Bio-Kreislaufsackerl, das auch der VABÖ unterstützt, im Mai eine Petition gestartet, damit alle leichten Einwegtragetaschen und insbesondere auch die Knotenbeutel für Obst und Gemüse verpflichtend biologisch abbaubar werden. Der VABÖ ersucht Sie, ebenfalls diese Petition zu unterstützen.

Weitere Infos …

Webseite vom Kompost & Biogas Verband

Petition „Ja zum Bio-Kreislaufsackerl“

VABÖ-Newsletter 3/2018: EU-Kommission veröffentlicht Bericht zu Bioplastik: Oxo-abbaubare Kunststoffe potentiell gefährlich

Bündnis für das österreichisches Bio-Kreislaufsackerl

Europaticker vom 4.5.2018: Österreichischen Kompostierer starten die Kampagne „Alles in Bio“ und vom 25.4.2018: Kunststoffe in Bioabfällen


02. Viele Wege zum selben Ziel:
Ausbildungen für die Abfallberatung

Ausbildung für die Abfallberatung
© VABÖ/Sparer
Um solche Anblicke zu vermeiden, braucht es AbfallberaterInnen. Im Gegensatz zum Wien Marathon gibt es für die AbfallberaterInnen
viele Wege zum Ziel.

Was sollen AbfallberaterInnen in ihrer Ausbildung lernen? Studierende der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien haben mit Unterstützung des VABÖ das Angebot zu abfallberatungsrelevanten Inhalten im österreichischen Ausbildungssystem erhoben. Sie haben sich dafür im sekundären und tertiären Bildungsbereich sowie in der Erwachsenenbildung umgesehen und 87 Ausbildungsmöglichkeiten gefunden.

1984 „erfand“ die Grazer Umwelt-NGO „ARGE Müllvermeidung“ den Beruf der kommunalen Umwelt- und Abfallberatung und entwickelte mit AMS-Förderung dafür eine eigene, damals 6-monatige Ausbildung. Von 1986 bis in die frühen 2000er-Jahre gab es diese Ausbildung, die sich aufgrund schwindender Fördergelder und zahlreicher meist nicht so umfassender und oft nur temporärer Konkurrenzprodukte mehr und mehr wandelte und verkürzte und schließlich ganz eingestellt werden musste. Eine einheitliche Ausbildung gibt es daher derzeit nicht, ebenso wenig klare offizielle Vorgaben für die Qualifizierung von kommunalen Umwelt- und AbfallberaterInnen oder ein offizielles Berufsbild.

Heute bieten Universitäten, Fachhochschulen, berufsbildende höhere Schulen und der Erwachsenenbildungsbereich abfallberatungsrelevante Inhalte an, keine davon erfüllt jedoch zur Gänze alle Anforderungen, die für die Abfallberatung nötig sind, für viele sehr spezifische, aber wichtige Inhalte gibt es überhaupt kein Ausbildungsangebot. Der VABÖ und die ARGE der österreichischen Abfallwirtschaftsverbände arbeiten gemeinsam mit der Verpackungskoordinierungsstelle aktuell daran, diese Lücke zu schließen.

Dazu wurde zunächst von den BOKU-Studierenden der Ist-Zustand erhoben. Mit Hilfe von rund 90 ausgefüllten Fragebögen, stellten sie fest, dass die AbfallberaterInnen vor allem mehr zu Kommunikation und Nachhaltigem Konsum lernen möchten. Anhand von diesen und weiteren Informationen aus der Erhebung ermittelten sie gemeinsam mit VABÖ-Geschäftsführer Matthias Neitsch rund zwanzig relevante Stichwörter – darunter Recycling, Umweltpädagogik, Abfallvermeidung und weitere – mit denen sie in bestehenden Bildungsangeboten nach geeigneten Inhalten suchten.

Den Überblick, den die Studierenden mit ihrer Untersuchung geschaffen haben, soll als Basis für ein einheitliches modulares Qualifizierungskonzept für AbfallberaterInnen dienen. Sie haben dazu einen Entwurf des VABÖ adaptiert und weiterentwickelt. Von den 87 Ausbildungsmöglichkeiten, die für die Abfallberatung interessant sind, sind fünf besonders vielversprechend: Drei Angebote gibt es im Erwachsenenbildungsbereich, nämlich den „Ausbildungskurs zur Verantwortlichen Person gem. §26” vom ÖWAV, die „Ausbildung zum Recyclinghofmitarbeiter“ und den „Lehrgang zum Abfallberater“ vom WIFI, weiters das Fachhochschulstudium „Energie- und Umweltmanagement“ und als fünftes die Fachrichtung „Umwelt- und Ressourcenmanagement“ an einer berufsbildenden höheren Schule. Jedoch kann keine dieser Ausbildungen alleine alle Anforderungen abdecken. Für Nachschulungen eignen sich Angebote aus der Erwachsenenbildung, wobei diese je nach Bundesland variieren können.

Diese Informationen und die Erfahrungen der Studierenden sind für den VABÖ eine gute Basis, um weiter an einem einheitlichen, bundesweiten Qualifizierungskonzept für die Abfallberatung zu arbeiten.

Uns interessiert auch Ihre Meinung: Falls Sie Abfall- oder UmweltberaterIn sind oder eine andere berufliche Tätigkeit in der kommunalen Abfallwirtschaft ausüben, schreiben Sie uns bitte von Ihren Erfahrungen! (Beispiele: Wie haben Sie das notwendige Wissen für Ihren Beruf erworben? Was sollte eine Ausbildung für die Abfallberatung bieten? Welche Weiterbildungen wünschen Sie sich, womit haben Sie gute Erfahrungen gemacht? Was geben Sie den zukünftigen AbfallberaterInnen mit auf den Weg?)

Weitere Infos …

Den zusammenfassenden Bericht zum Download gibt es hier …


03. Synergie mit großem Potential:
Mit Abfallvermeidung zum Umweltzeichen

Abfallvermeidung in GastbetriebenMehr recyceln, weniger deponieren:
© BMNT/Martina Siebenhandl

In Gastbetrieben fällt in der Regel mehr Abfall als in einem Einzelhaushalt an und so ist auch das Vermeidungs- und Sparpotential größer. Vor allem Verpackungen, Mehrweg und Lebensmittelabfälle sind brenzlige Themen für die Abfallberatung und für die Tourismusbetriebe eine gute Gelegenheit, sich das Umweltzeichen zu verdienen. Einige Gedanken zum Umweltzeichen Tourismus vom Verband Abfallberatung Österreich.

Das Umweltministerium fand in einer Untersuchung unter 50 Umweltzeichen-Betrieben heraus, dass über einen Vierjahreszeitraum zwischen 17 und 35 % beim Abfall eingespart werden konnten. Die Umwelt- und AbfallberaterInnen, die es überall in Österreich gibt, klinken sich in den Prozess der Abfallvermeidung ein, indem sie ausgehend von der jeweiligen konkreten Abfallsituation und dem Abfallwirtschaftskonzept in der eigenen Gemeinde, in den lokalen Tourismus-Verbänden, in kommunalen Veranstaltungszentren u.ä. Abfallvermeidungsprojekte mitgestalten und das Umweltzeichen für Tourismus-Betriebe als Qualifizierungsmaßnahme bekanntmachen.

Sie helfen auch beim Umweltschutz direkt im Betrieb: Dazu gehören nämlich die größtmögliche Vermeidung von Abfall und das bestmögliche Trennen von dem, was sich nicht vermeiden lässt. Damit die Abfallvermeidung keine zusätzliche Zeit kostet, sondern Geld spart, muss sie zur Routine werden und Nachhaltigkeit in die Unternehmenskultur einfließen. Dabei den Ansprüchen der Gäste immer gerecht zu werden oder sie sogar einzubinden, ist oft ein schwieriger Spagat. Die AbfallberaterInnen schaffen Bewusstsein, beantworten Fragen und zeigen unter anderem einfache, unaufdringliche Möglichkeiten auf, Abfall zu vermeiden und Geld zu sparen, zum Beispiel Zuckerpäckchen durch Zuckerstreuer auszutauschen (diese und andere Empfehlungen stammen von den AbfallberaterInnen vom AWV Weiz).

Wichtigster Ansprechpartner für AbfallberaterInnen, die sich mit dem Umweltzeichen befassen, ist der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Er ist für die Erstellung und Überarbeitung der Umweltzeichen-Richtlinien sowie die Administration von InteressentInnen und Umweltzeichen-Betrieben zuständig. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern, stellt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus eine Liste mit den regionalen Umweltzeichen-BeraterInnen zur Verfügung.

Weitere Informationen …

Österreichisches Umweltzeichen

VABÖ-Blatt 4/2017: Topthema Umweltzeichen Tourismus

Liste der regionalen Umweltzeichen-BeraterInnen

Tipps für Gastronomiebetriebe von den AbfallberaterInnen vom AWV Weiz


04. Mehr recyceln, weniger deponieren:
EU-Parlament beschließt Abfallwirtschaftspaket

EU-Abfallwirtschaftspaket
FotografIn: UBA/Gröger
Quelle: BMNT

Aktuell werden in der EU 44 % des Abfalls aus Haushalten und Betrieben recycelt, bis 2025 sollen es 55 % werden und 65 % bis 2035. Textilien, Kompost und Problemstoffe von Haushalten sollen getrennt gesammelt werden. Auf Deponien sollen weniger als 10 % des Abfalls landen.

Nach der Europäischen Kommission hat das Europäische Parlament im April das Abfallwirtschaftspaket, das Teil des Kreislaufwirtschaftspakets ist, beschlossen: Enthalten sind höhere Recyclingzielen und neue Abfallvermeidungsmaßnahmen.

Die Recyclingrate soll im EU-Durchschnitt bis 2025 von 44 % auf 55 % und danach um etwa einen Prozentpunkt pro Jahr steigen, also auf 60 % im Jahr 2030 und 65 % bis 2035. Verpackungen sollen bereits 2025 zu 65 % und 2030 zu 70 % recycelt werden. Einzelne Verpackungsmaterialien wie Papier, Karton, Kunststoffe, Glas, Metall und Holz erhalten separate Recyclingziele. Auch mehr Re-Use und Pfandsysteme werden explizit gefordert. Textilien und Problemstoffe von Haushalten sollen ab 2025 getrennt gesammelt werden, kompostierbarer Abfall bereits ab 2024, wenn er nicht von den Haushalten selbst kompostiert wird.

Bis 2035 soll das Deponieren von Abfällen zur Ausnahme werden und jedenfalls nicht mehr als ein Zehntel des gesamten Abfallaufkommens ausmachen. Bereits 2014 haben Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, die Niederlanden und Schweden kaum noch Abfall aus der kommunalen Sammlung deponiert. Während Zypern, Kroatien, Griechenland, Lettland und Malta mehr als drei Viertel auf Deponien abluden.

In Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele der UNO (SDGs) sollen Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 % und bis 2030 um die Hälfte gesenkt werden. Damit das auch passiert, werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Anreize für das Sammeln und Verteilen von unverkauften Lebensmitteln zu schaffen. EU-ParlamentarierInnen fordern außerdem Maßnahmen, um ein besseres Verständnis des Begriffs „Mindesthaltbarkeitsdatum“ zu verbreiten.

Die führende Parlamentarierin in dieser Sache, Simona Bonafè (Sozialdemokratin, Italien), ist überzeugt, dass dieses Paket der Ausdruck von Europas Einsatz für eine nachhaltige Wirtschaft und soziale Entwicklung ist. „Die Kreislaufwirtschaft ist nicht nur eine Abfallwirtschaftsmaßnahme, sondern ein Weg, um Rohstoffe zu sichern und die bereits knappen Ressourcenvorkommen unseres Planeten nicht weiter zu strapazieren, indem wir auch unser Produktionssystem gründlich erneuern,“ so Bonafè. Es sei das erste Mal, dass die Mitgliedsstaaten sich an einen einzigen, gemeinsamen gesetzlichen Rahmen halten müssen.

Nachdem das Europäische Parlament das Abfallwirtschaftspaket nun angenommen hat, kommt der Text zurück in den Rat der Europäischen Union, mit dem er bereits abgesprochen wurde und der ihn nun offiziell annehmen wird, bevor er im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wird. Danach haben die Mitgliedsländer zwei Jahre Zeit, um das EU-Abfallwirtschaftspaket in nationales Recht umzuwandeln.

Österreich ist bereits auf einem guten Weg: Ende 2017 wurde der Bundesabfallwirtschaftsplan aktualisiert und Maßnahmen angekündigt, die die österreichische Vorreiterposition weiter ausbauen sollen. Auf die besondere Rolle der AbfallberaterInnen haben wir im VABÖ-Newsletter 02/2018 hingewiesen.

Weitere Informationen …

Presseinfo vom Europäischen Parlament (Englisch)

Presseinfo des European Environmental Bureau (Englisch)

Artikel vom Deutschen Naturschutzring (DNR)

VABÖ-Blatt: Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

VABÖ-Newsletter 02/2018: Bundesabfallwirtschaftsplan 2017-2023

APA Science Dossier: Abfallvermeidung und Recycling für die Circular Economy


 05. Aktiv gegen Littering:
Reinwerfen statt Wegwerfen Gewinnspiel 2018

Reinwerfen statt Wegwerfen
© Reinwerfen statt Wegwerfen,
Kurt Keinrath

Die Anti-Littering-Kampagne „Reinwerfen statt Wegwerfen“ ist beim Vienna City Marathon am 21. April in die Event-Saison gestartet und derzeit auf Tour durch Österreich. Bis zum 23. September läuft außerdem das diesjährige Gewinnspiel. Als Preis winkt ein Wellness- und Aktiv-Wochenende in der Steiermark.

Beim Eventstand von Reinwerfen statt Wegwerfen wird nicht nur anschaulich darüber informiert, wie man gegen Littering und Lebensmittelverschwendung aktiv werden kann, auch die direkte Teilnahme am Gewinnspiel ist möglich. Wer noch nicht dabei war, hat bis zum Herbst noch mehrere Gelegenheiten, zum Beispiel beim Red Bull Dolomitenmann am 8. September in Lienz. Man kann aber auch im Internet am Gewinnspiel teilnehmen und zwar unter diesem Link.

„Reinwerfen statt Wegwerfen“ ist eine Initiative der Altstoffrecycling Austria (ARA).

Zum Gewinnspiel geht’s hier …

Reinwerfen statt Wegwerfen auf Facebook

VABÖ-Blatt 3/2016: Topthema Reinwerfen statt Wegwerfen

VABÖ-Blatt 3/2014: Topthema Littering


06. Weltumwelttag am 5. Juni:
Mitmachen beim Umwelt-Zeichen-Tag

Umwelt-Zeichen-Tag
Ausschnitt aus der Freecard. Details auf
www.umweltzeichen.at/umweltzeichentag

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus initiiert auch heuer wieder gemeinsam mit den Lizenznehmern des Österreichischen Umweltzeichens den Umwelt-Zeichen-Tag und zwar am 5. Juni. Einfach mitmachen und miterleben!

Das offizielle Österreichische Umweltzeichen gibt es seit 1990. Seither ist es zu einem der bedeutendsten Umwelt-Gütesiegel Europas geworden. Heute tragen über 4.360 Produkte dieses Siegel, außerdem rund 470 Tourismusbetriebe und Green-Meetings-Veranstalter und über 140 Bildungseinrichtungen.

Der erste Weltumwelttag wurde 1972 von der UNO bei der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm ausgerufen. Seither begehen jährlich am 5. Juni zahlreiche Länder den Weltumwelttag.

In Österreich beteiligen sich die Lizenznehmer und Partner des Österreichischen und des Europäischen Umweltzeichens. Das Restaurant Labstelle in Wien setzt ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und bietet am 5. Juni ein Drei-Gänge-Menü an, für das ein Mangalizaschwein von der Nasenspitze bis zum Ringelschwanz verarbeitet wird. Das Umwelthotel Gallitzinberg, ebenfalls in Wien, lädt zum Tag der offenen Tür, und das Hotel Kolping in Linz verschenkt Äpfel an seine Gäste, um nur drei Beispiele zu nennen.

Am Weltumwelttag kann auch jeder Einzelne ganz einfach ein Zeichen setzen und zwar auf allen Social-Media-Kanälen mit den Hashtags #umweltzeichentag #setzeinzeichen.

Mehr Informationen zu den Aktivitäten am Umwelt-Zeichen-Tag gibt es auf der Seite des Österreichischen Umweltzeichens

VABÖ-Newsletter Dezember 2017: Das Umweltzeichen Tourismus und die Abfallberatung


07. Motiviert bleiben und sich wohlfühlen:
Nachhaltiges Engagement funktioniert in der Gruppe besser

Nachhaltiges Engagement
© Markuks Jürgens, www.pixelio.de

Die Welt zum Besseren zu verändern braucht Zeit und Ausdauer. Wie motivieren sich engagierte Menschen, wie AbfallberaterInnen, immer wieder dazu, am Ball zu bleiben? Vier ForscherInnen haben untersucht, was dabei hilft. Einer der wichtigsten Motivatoren ist der Austausch mit Gleichgesinnten.

Freiwilliges Engagement macht uns glücklich, schlussfolgern die ForscherInnen, aber im Bereich Nachhaltigkeit ist es komplizierter und emotional herausfordernder als in anderen Bereichen. Denn es kann sein, dass wir die Früchte unserer Arbeit nie sehen, weil sie Zeit brauchen oder geografisch weit entfernt sind. Außerdem kann ein Mensch alleine nie alle Probleme lösen – wie Littering, die Übermüllung der Ozeane, Luftverschmutzung, Verschwendung von natürlichen Ressourcen.

Die ForscherInnen interviewten Personen, die sich in Repair-Cafés, Energiekooperativen und Öko-Dörfern engagieren. Die Erkenntnisse gelten aber sicherlich auch für andere Bereiche. Es hat sich gezeigt, dass ein Motivationsfaktor das Engagement selbst ist, nämlich die Sinnhaftigkeit. Da gibt es aber Aufs und Abs. Damit die Bilanz langfristig positiv bleibt, ist der Austausch mit Gleichgesinnten und das Arbeiten in Gruppen der wichtigste Faktor. Das zeigt wieder, wie wichtig es ist, dass die Umwelt- und AbfallberaterInnen untereinander vernetzt sind. Der VABÖ unterstützt diese Vernetzung, wie zum Beispiel mit der VABÖ-Tagung. Wir bringen auch immer gerne Beispiele von Initiativen und interessanten Ideen aus dem Abfallwirtschaftsbereich. Wir laden euch herzlich ein, uns für den VABÖ-Newsletter von eurer Arbeit und euren Projekten zu erzählen! Schreibt uns dazu eine Email an info(a)vaboe.at

Weitere Informationen …

Zur Studie „Engagement und Wellbeing“ geht es hier.


08. Ressourcenschutz und Abfallwirtschaft an der FH Campus Wien:
„Nachhaltiges Ressourcenmanagement“ studieren

FH Campus Wien
© FH Campus Wien

Das berufsbegleitende Bachelorstudium „Nachhaltiges Ressourcenmanagement“ der FH Campus Wien vermittelt technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, eine fundierte wirtschaftliche Ausbildung und setzt einen Schwerpunkt beim Umweltrecht. Die AbsolventInnen lernen aus erster Hand und werden darauf vorbereitet, im Berufsleben zu BotschafterInnen und BeraterInnen für Umwelt, Ressourcen und die Abfallwirtschaft zu werden.

Die AbsolventInnen werden durch das Studium im Feld Abfall und Ressourcen fit gemacht werden, sodass sie in ihrem Beruf ihre Vorgesetzten darüber informieren können, welche Chancen und Notwendigkeiten es hier gibt, so Dozent Markus Meissner (Österreichisches Ökologie-Institut, pulswerk gmbh, BauKarussell). Sie seien so etwas wie Maulwürfe für die Umwelt, die vorausschauend und proaktiv Nachhaltigkeitsaspekte einbringen, zum Beispiel in Designprozessen.

Das spezielle Format und die Einbindung von E-Learning macht es möglich, dass auch Studierende aus den Bundesländern und von außerhalb Österreichs teilnehmen können.

Der Unterricht wird von hochkarätigen ExpertInnen abgehalten. Diese werden von eben jenen Produktions- und Abfallwirtschaftsunternehmen sowie Behörden entsandt, die an der Entwicklung dieses Studiums mitgearbeitet haben, weil sie selbst solche AbsolventInnen brauchen. Die Bewerbung für einen der 20 Studienplätze ist noch bis Ende Juni offen.

Weitere Informationen …

Informationen zum Studium

Interview Markus Meissner mit FH Campus Wien

Österreichisches Ökologie-Institut pulswerk gmbh

BauKarussell


09. Kein Warten auf Großbritannien:
Schottland will Littering mit Verpackungspfand bekämpfen

Littering
© VABÖ/Sparer
Littering ist nicht nur beim Vienna City
Marathon wie auf dem Foto einProblem./td>

Die Organisation Zero Waste Scotland wurde im vergangenen Juni von der schottischen Regierung damit beauftragt, ein Konzept für ein Pfandsystem für Verpackungen in Schottland zu entwerfen. Aktuell kämpft die schottische Regierung für das Verbot von Wattestäbchen aus Kunststoff, weil diese am häufigsten an der schottischen Küste angeschwemmt werden. Die Umweltministerin macht dabei klar: Vom Brexit lässt sie sich nicht aufhalten. (Quellen: Zero Waste Scotland, schottische Regierung)

Pfandsysteme stehen in dem Ruf, das Littering zu reduzieren und die Recyclingmengen zu steigern. Damit auch Schottland von diesen Vorteilen profitieren kann und eine maßgeschneiderte Lösung bekommt, hat die dortige Regierung sich im Juni an die ExpertInnen von Zero Waste Scotland gewendet und im Regierungsprogramm vom September bestätigt, dass definitiv ein Pfandsystem eingeführt werden wird. Schottland ist das erste Land im Vereinigten Königreich, dass dies beschlossen hat.

Die konkreten Vorschläge sollen öffentlich diskutiert werden, um auch die Bevölkerung in den Entscheidungsfindungsprozess einzubinden. Zero Waste Scotland wird vor allem auf die aktuellen Recyclingquoten von Verpackungen, die für ein Pfandsystem in Frage kommen, die Kosten und Vorteile eines Pfandsystems für die kommunalen Sammler, für die Produzenten und Händler, die Akzeptanz bei den KonsumentInnen, den Effekt auf ihr Littering-Verhalten und den Einfluss auf die Materialqualität und Preise von Recyclat achten.

Im September hat die schottische Regierung außerdem angekündigt, dass für Projekte, die Recyclingquoten steigern, Emissionen reduzieren und Ressourcen wiederverwerten, insgesamt 8,4 Millionen Pfund bereitgestellt werden. Die Hälfte davon kommt aus dem Circular Economy Investment Fund und steht für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung, die neue Waren aus Nebenprodukten von Whisky, Kunststoffabfällen oder Möbeln herstellen. Die zweite Hälfte des Geldes wird in Maßnahmen investiert, die die Menge und Qualität des Recyclingmaterials verbessern sollen.

Noch im Jänner hat die schottische Umweltministerin betont, dass, ob Brexit oder nicht, Schottland sich bei den Recyclingzielen an der EU orientieren wird, und insbesondere beim Verbot der Wattestäbchen mit Kunststoffbestandteilen nicht nachgeben wird. Im April hat die schottische Regierung gemeinsam mit anderen öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen aus ganz Großbritannien, darunter Coca Cola, Unilever und Aldi, eine gemeinsame Erklärung zu Verpackungen unterzeichnet, den WRAP’s UK Plastics Pact. Darin halten sie fest, dass sie Einwegplastikverpackungen reduzieren wollen, indem sie durch innovative Designs unnötige Einwegverpackungen eliminieren, Plastikverpackungen zur Gänze wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar machen, 70 % der Plastikverpackungen effektiv recyceln oder kompostieren und für neue Verpackungen durchschnittlich 30 % Recyclingstoffe verwenden.

Der Geschäftsführer von Zero Waste Scotland begrüßt die Initiative und hebt noch einmal hervor, dass Schottland in der Abfallvermeidung führend ist und zwar mit konkreten Maßnahmen zu den genannten Wattestäbchen, Strohhalmen, Mikroplastik und Plastikverpackungen. Im März war übrigens ein Vertreter von Zero Waste Scotland bei der Auftaktveranstaltung von Circular Futures in Wien dabei.

Weitere Infos …

Bericht von Zero Waste Scotland zum Pfandsystem gegen Littering (Englisch)

Schottischer Minister kündigt Pfandsystem an (Englisch)

Online-Nachlese und Präsentationen von der Auftaktveranstaltung der Plattform Kreislaufwirtschaft Österreich „Circular Futures“

Meldungen der schottischen Regierung (alle auf Englisch) …

Recycling for the future

Tackling marine litter

Don’t hold us back

 

Dieser Newsletter wird gefördert vom:
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

© 2018, VABÖ–Verband Abfallberatung Österreich. Alle Rechte vorbehalten.