VABÖ Newsletter 05-2018

28.06.2018

VABÖ unterstützt die Initiative der österreichischen Abfallwirtschaft Rund geht's!

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
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Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855


01. VABÖ Tagung 2018:
Was bedeutet die Kreislaufwirtschaft in der Abfallberatung?

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Dass es bei Kreislaufwirtschaft wie in der Abfallhierarchie um mehr als nur Recycling geht, ist in der Abfallberatung schon länger bekannt. Kreislaufwirtschaft setzt bereits bei der Lebenszyklusplanung eines Produkts an, um die eingesetzten Stoffe in Kreisläufen zu halten, sei es durch möglichst lange Nutzung, Reparierbarkeit, modulare Bauweise, Kaskadennutzung des Produktes oder der Teile und am Ende die möglichst hochwertige Nutzung als Sekundärrohstoffe. Was die neue Kreislaufwirtschaftsstrategie der EU für die kommunale Umwelt- und Abfallberatung in Österreich konkret bedeutet, wurde bei der VABÖ-Tagung im Mai thematisiert.

Bereits 2015 wurde auf EU-Ebene ein Aktionsplan zur Circular Economy auf Schiene gebracht und kürzlich eine Revision der europäischen Abfallgesetzgebung als wichtiger Teil des Kreislaufwirtschaftspaketes beschlossen. In den nächsten Jahren müssen daher in Österreich Rechtsvorschriften umgesetzt und Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, um den Wandel von der linearen zur Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Mag.a Christine Hochholdinger (BMNT) stellte die Änderungen zum Siedlungsabfallbegriff, den neuen Zielvorgaben, der erweiterten Herstellerverantwortung, Abfallvermeidung und getrennten Sammlung vor. So soll beispielsweise in die Zielvorgaben für das Recycling auch die Wiederverwendung (Re-Use) einfließen. (Alle Präsentationen sind zum Nachlesen online verfügbar.)

DI Markus Meissner (Österreichisches Ökologie Institut) erklärte die Hintergründe und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaftsstrategie der EU. Ausführlicher ging er anhand des Projekts BauKarusselll auf den Bausektor ein, wo die Kreislaufwirtschaft großes Potential habe, aber noch in den Kinderschuhen steckt.

DI Dr. Alexandra Loidl (Umweltamt Stadt Graz) präsentierte das Abfallvermeidungsprogramm und die sieben Rs der Stadt Graz. Aktuell führt die Stadt unter anderem Papierkorbanalysen durch, um den Verbrauch von Einwegbechern festzustellen, und überlegt die Einführung eines Mehrwegbecherpfandsystems. Zu den weiteren Initiativen gehört der Leitfaden für die Lebensmittelweitergabe und die Informationskampagne „Zu gut für die Tonne“. Geplant sind unter anderem Maßnahmen, um den Verbrauch von kostenlosen Plastiksackerln zu reduzieren.

VABÖ-Geschäftsführer Matthias Neitsch sprach über kreislauftaugliche Konsummuster und wie ein gutes Leben für alle Menschen möglich sein kann. Für ihn geht es nicht nur darum, Stoffe im Kreislauf zu führen, sondern um einen gesellschaftlichen Veränderungsprozess hin zu mehr Achtsamkeit mit den Dingen. Er erwähnte außerdem, dass die EU-Kommission vor einem Jahr festgestellt hat, dass es in Österreich derzeit „noch keine umfassenden Programme im Hinblick auf eine auf die Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Politik gibt“.

Weitere Informationen …

Die Präsentationen der vier Vortragenden stehen hier zum Download zur Verfügung.

VABÖ-Blatt 01/2018: Abfallvermeidungsprogramm der Stadt Graz

VABÖ-Blatt 03/2017: UN-Nachhaltigkeitsziele

VABÖ-Blatt 03/2015: Cradle 2 Cradle

Re-Use im VABÖ-Blatt 01/2014 und VABÖ-Blatt 02/2014


02. DSGVO:
Auch der VABÖ schützt Ihre Daten

DSGVO VABÖ
© Alexandra H., www.pixelio.de

Am 25. Mai 2018 trat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Falls Ihnen dieser Artikel von info(a)vaboe.at per Email zugesendet wurde, bedeutet das, dass Ihre Kontaktdaten bei uns gespeichert sind. Wir haben Ihre Kontaktdaten, weil Sie sich in der Vergangenheit für eine unserer Publikationen (VABÖ-Newsletter, VABÖ-Blatt) oder eine Veranstaltung von uns angemeldet haben oder weil Sie bzw. Ihre Organisation bereits mit uns in persönlichem oder schriftlichen Kontakt waren, oder weil Sie Journalist, Stakeholder, Meinungsbildner oder Entscheidungsträger mit einem Bezug zu Abfall-, Kreislauf-, Sozialwirtschaft, Nachhaltigkeit oder Umweltschutz sind. Selbstverständlich gehen wir sorgsam mit Ihren Daten um und werden diese nicht an Dritte verkaufen oder weitergeben. Wenn Sie trotzdem möchten, dass Ihre Daten gelöscht werden, schreiben Sie uns dazu bitte eine Email an info(a)vaboe.at.

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Wir freuen uns, wenn wir Sie weiterhin über die Themen rund um die österreichische Umwelt- und Abfallberatung informieren dürfen. Falls Sie den VABÖ-Newsletter in Zukunft erhalten möchten, schreiben Sie uns bitte eine Email an info@vaboe.at.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr VABÖ-Team


03. Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft:
EU-Abfallwirtschaftspaket ist beschlossen

EU-Abfallwirtschaftspaket
© Rainer Sturm, www.pixelio.de

Höhere Re-Use- und Recyclingquoten, weniger Einwegverpackungen und weniger Lebensmittelabfälle gehören zu den Neuerungen im europäischen Abfallrecht, die Mitte Mai als Teil des Kreislaufwirtschaftspakets der EU fixiert wurden.

Die wesentlichen Änderungen im Abfallwirtschaftspaket, darunter die Abfallrahmenrichtlinie, wurden nach zweieinhalb Jahren Hin und Her zwischen den EU-Institutionen am 22. Mai beschlossen und am 14. Juni im Amtsblatt der EU veröffentlicht. 20 Tage nach der Veröffentlichung treten die Änderungen in Kraft. Darauf folgt eine zweijährige Übergangsfrist, in der die Mitgliedsländer die Maßnahmen in nationales Recht umsetzen müssen, spätestens also bis 4. Juli 2020. (Was das für Österreich und die Abfallberatung konkret bedeutet, hat Mag.a Christine Hochholdinger auf der VABÖ-Tagung im Mai bereits präsentiert. Siehe dazu auch Artikel „VABÖ Tagung 2018: Was bedeutet die Kreislaufwirtschaft in der Abfallberatung?“)

Mit den klaren Bekenntnissen zu einer zirkulären Wirtschaft ist das Abfallwirtschaftspaket ein Bestandteil des Kreislaufwirtschaftspakets der EU-Kommission, das erstmals im Dezember 2015 vorgelegt wurde. In der derzeitigen Fassung ist die Rolle der Wiederverwendung gestärkt worden. So müssen die Re-Use-Mengen, die bisher schon in die Zielquote einfließen durften, nunmehr von jedem Land zwingend separat dokumentiert werden. Separate Re-Use-Zielquoten gibt es aber nach wie vor nicht, allerdings können Mitgliedstaaten diese eigenständig beschließen, wie es u.a. Spanien und Flandern bereits getan haben.

Konkret wurden folgende Richtlinien geändert: jene zu (Alt-)Batterien und (Alt-)Akkus, zu Elektro- und Elektronikaltgeräten, zu Abfalldeponien, zu Abfällen und zu Verpackungen und Verpackungsabfällen. Inhaltlich gehören dazu zum Beispiel die erweiterte Herstellerverantwortung, Maßnahmen für weniger Lebensmittelverschwendung, der Schutz der Umwelt und Gesundheit durch Vermeidung von Littering und geeignete Infrastrukturen für die Abfallwirtschaft. Einwegverpackungen sollen zunehmend vermieden oder durch Mehrwegverpackungen ersetzt werden. Ab 2025 müssen außerdem Textilien und Bioabfälle verpflichtend getrennt gesammelt werden, 55 % der Siedlungsabfälle sollen für Re-Use vorbereitet oder recycelt werden. Bis 2030 sollen es 60 % sein und 65 % bis 2035. Auch die Berechnungsmethoden werden vereinheitlicht. (Hier gibt es einen VABÖ-Artikel zum Problem von internationalen Vergleichen.) Für Länder, die im Re-Use und Recycling noch einen sehr hohen Aufholbedarf haben, ist eine Fristverlängerung vorgesehen.

Weitere Informationen …

Amtsblatt der EU vom 14. Juni

Kommentar von RREUSE

VABÖ-Newsletter: Internationaler Vergleich – Offizielle Recyclingquoten entsprechen häufig nicht der Realität


04. Clever einkaufen für die Schule:
Tipps für weniger Plastik in den Schultaschen

Clever einkaufen für die Schule
Cover Mini-Ratgeber 2018 © BMNT,
Clever einkaufen

Die Großeinkäufe für das neue Schuljahr stehen für viele Familien bald wieder an. Um sie beim Clever Einkaufen zu unterstützen, findet auch heuer wieder von 1. Juni bis 30. September die Aktion UmweltTipp! statt. Die Tipps wurden von der Initiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus in Zusammenarbeit mit dem Handel erarbeitet.

Weniger Plastik in der Schultasche: Kunststoff ist nicht per se schlecht. Ein hochwertiges Geo-Dreieck aus schlag- und kratzfestem Kunststoff zu haben, ist wichtig. Aber Erdöl ist schlichtweg zu wertvoll, um es als Wegwerfartikel oder Verpackung nur kurz zu verwenden. Jausenbox und Trinkflasche sind bereits ein ultimatives Must Have für die Schule. Dauerhafte Behälter für die Schuljause sind billiger, besser für die Gesundheit, langlebig und vermeiden Plastikabfall.

Auch bei Kugelschreibern, Gelschreibern und Leuchtmarkern kann am Plastik gespart werden, nämlich mit nachfüllbaren Produkten. Hier finden Sie die Liste mit solchen nachfüllbaren Schreibgeräten von Clever einkaufen.

Ordnung ohne Plastik: Bei Mappen und Ordnern gilt es auf Karton statt Plastik zu achten. Für beinahe jeden Verwendungszweck gibt es farbenfrohe und trendige Mappen, Hefter oder Ordner aus Karton aus 100 % Altpapier mit Umweltzeichen. Das gilt auch für Schnellhefter, die nicht so schnell kaputt werden, wie manche befürchten. Einfach ausprobieren! Hier finden Sie eine Liste mit solchen Ordnern und Mappen von Clever einkaufen.

Recyclingprodukte: Auch Schulrucksäcke, Schreibgeräte, Stiftboxen, Sichtmappen oder Klebstoffbehälter werden mit Recyclingmaterialien hergestellt. Hier finden Sie eine Liste mit solchen Produkten von Clever einkaufen.

Während der Aktion UmweltTipp! von 1. Juni bis 30. September werden gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Initiative Partnerbetriebe im Handel wieder auf qualitativ hochwertige und umweltfreundliche Schulartikel aufmerksam gemacht. Beteiligt an der Aktion sind Papierfachgeschäfte und SKRIBO-Händler, sowie die Filialen der Kooperationspartner LIBRO, PAGRO DISKONT, THALIA und INTERSPAR.

www.schuleinkauf.at ist die unabhängige Informationsplattform der Initiative „Clever einkaufen für die Schule“. Hier finden Sie: Informationen über Schulartikel, aktualisierte Clever-einkaufen-Produktlisten mit Suchfunktion, Materialien wie Schul-Folder, Mini-Ratgeber und Plakat im Service-Bereich.

Weitere Informationen …

Aktion Umwelttipp 2018

Liste nachfüllbarer Schreibgeräte

Liste von Ordnern und Mappen mit Umweltzeichen

Service-Bereich mit Downloads von Infomaterial


 05. Umweltfreundlichkeit im Faktencheck:
Milch ins Einweg- oder ins Mehrwegglas?

Einweg- vs. Mehrwegglas
Einwegglas © Sabine Seidl,
DIE UWELTBERATUNG

Glas hat einige hochwertige Verpackungseigenschaften, unter anderem schützt es den Inhalt gut und ist für eine Mehrfachverwendung geeignet. Die Ökobilanz ist bei regionalen Mehrwegsystemen besonders gut. Einwegglas schneidet in Ökobilanzen deutlich schlechter ab, auch schlechter als viele andere Einwegverpackungen. Aber anders als vor wenigen Jahrzehnten noch üblich, werden Milchprodukte heute in Österreich selten in Mehrwegpfandflaschen abgefüllt. DIE UMWELTBERATUNG hat den Faktencheck gemacht. (Quelle: DIE UMWELTBERATUNG)

Neu in der Glasflasche gibt es die Berghof Bergbauern Milch von Schärdinger, die Bio-Vollmilch von Ja! natürlich, die Bergbauern Bio-Vollmilch von Spar Natur*pur, die Bergbauernmilch von Tirol Milch und die Bergbauern Bio-Almmilch von Zurück zum Ursprung und einige Joghurts. Abgefüllt werden die Produkte alle von der Bergland-Milch Tochter Tirol Milch in Wörgl. DIE UMWELTBERATUNG hat die Argumente von Ja! natürlich und Tirol Milch für das Wegwerf- und gegen das Mehrwegsystem dem Faktencheck unterzogen.

Argument Transportwege: Während eine Mehrwegflasche einmal vom Glaswerk zum Abfüller transportiert wird und dann den Weg Abfüller – Handel – KonsumentInnen mehrmals vor und zurück durchläuft, kommt die Einwegglasflasche jedes Mal neu vom Glaswerk zum Abfüller, wird von den KonsumentInnen (hoffentlich) in den Glascontainer geworfen, über die Umladestation zum Glaswerk gebracht, wo sie eingeschmolzen wird und von wo wieder neu produzierte Einwegglasflaschen an den Abfüller geliefert werden. Einwegflaschen legen zwar einen Teil des Weges in Scherbenform zurück, wo sie weniger Platz einnehmen als ganze Flaschen, dafür machen sie den Umweg übers oft weit entfernten Glaswerk.

Argument Hygiene: Wenn Milch aus hygienischen Gründen nicht in Mehrwegflaschen abgefüllt werden könnte, gäbe es auch keine Milch in Mehrwegflaschen in kleineren Geschäften, z.B. Bioläden. Selbst in den größeren Supermärkten werden manche Joghurts in Mehrweggläsern angeboten. In Deutschland füllen auch größere Molkereibetriebe seit Jahrzehnten problemlos in Mehrweggebinden ab. Eine rasche Abholung des Leerguts sollte ebenfalls kein Problem sein, da auch Frischwaren täglich angeliefert werden.

Argument Reinigungsaufwand und Ökobilanz: In allen veröffentlichten Ökobilanzen, in denen Einwegglasflaschen mit Mehrwegglasflaschen verglichen wurden, ist das Ergebnis eindeutig: Mehrwegglas ist in Summe klar umweltfreundlicher. Der Reinigungsaufwand bei Mehrwegglas, der Recyclinganteil bei Einwegglas, sowie alle Transportwege sind dabei ebenfalls berücksichtigt. Übrigens wird auch Altglas vor der Verwertung gereinigt, sortiert und zermahlen.

Argument Glasrecycling: Dass Glas recycelt wird und nicht im Restmüll landet, ist zwar wichtig, aber nicht die beste Lösung. Denn der hohe Energieaufwand in der Glasproduktion ist ein entscheidender Faktor in der Ökobilanz. Außerdem werden dabei auch immer neue Rohstoffe beigemischt. In Österreich ist das Verhältnis etwa 2/3 Altglas zu 1/3 Primärrohstoffen. Bei Weißglas, wie den neuen Milchflaschen, ist der Recyclinganteil tendenziell etwas niedriger. Recycling von Glas ist also sinnvoll, aber noch sinnvoller ist es, das Glas vor dem Recycling mehrmals wiederzubefüllen.

Argument Produktsicherheit: Sowohl Mehrweg- als auch Einwegflaschen müssen sorgfältig geprüft werden. Die Gefahr für Schäden ist bei beiden Verpackungsarten gering. Wäre eine Mehrwegglasflasche eine echte Gefahrenquelle, etwa wegen möglicher Glassplitter, hätte sie sich wohl nicht als Verpackung für Bier, Mineralwasser etc. seit Jahrzehnten bewährt.

Argument Gewicht: DIE UMWELTBERATUNG hat selbst nachgewogen und festgestellt: „Im befüllten Zustand sind die Gewichtsunterschiede im Bereich von ±1 % und damit ohne Waage gar nicht spürbar. Und es gibt Mehrwegglasflaschen für Milch, die sogar um 20 g leichter sind als die neu eingeführten Einwegglasflaschen.“ Bei den Joghurts fällt die Gewichtsbilanz sogar deutlich zugunsten der Mehrweggläser aus.

DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt den KonsumentInnen, keine Milch in Einweg-Glasflaschen zu kaufen und vom Handel Mehrwegsysteme zu fordern.

Weitere Informationen …

Milch im Glas – der Faktencheck

Auch von DIE UMWELTBERATUNG: Gedanken zur Nachhaltigkeitsagenda: Im besten Fall alles beim Alten bei Mehrweg


06. Mikroplastikproblem wächst:
Lebensmittel werden trotz und samt Verpackungen weggeworfen

Mikroplastik
© VABÖ/Sparer

Über Dünger, der aus Bioabfall hergestellt wird, gelangt Mikroplastik in Böden und Gewässer, das haben WissenschaftlerInnen in Bayreuth herausgefunden. Gleichzeitig zeigt eine Studie der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, dass immer mehr Lebensmittel in Plastik verpackt sind und doch nicht weniger davon verschwendet werden.

Gut verpackt hält länger? Selbst wenn das bei manchen Lebensmitteln der Fall ist, tragen Plastikverpackung nicht dazu bei, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden, so GLOBAL 2000 in einer Presseaussendung. In den zehn Jahren zwischen 2004 und 2014 soll sich die Menge an Lebensmittelabfällen aus Haushalten in der EU verdoppelt haben (auf 30 Millionen Tonnen pro Jahr). Im gleichen Zeitraum ist der Verpackungsabfall aus Kunststoff um die Hälfte angestiegen, auf über 15 Millionen Tonnen jährlich.

Es sei ein Trugschluss, zu glauben, dass man mit mehr Verpackungen Lebensmittelabfälle reduzieren kann, so Lisa Kernegger, Ökologin von GLOBAL 2000, selbst wenn in Plastik Verpacktes manchmal länger lagerbar ist. Kernegger fordert, stattdessen die Gesamtmenge an Einwegplastik zu reduzieren.

Europa verbraucht derzeit insgesamt 49 Millionen Tonnen Plastik im Jahr, etwa 40 % davon für Verpackungen, vor allem für die einmalige Verwendung. Das widerspricht dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, an dem die EU-Institutionen zurzeit arbeiten, so Kernegger weiter. In Österreich werden nur 34 % der Kunststoffverpackungen recycelt. Der Rest wird großteils thermisch verwertet, ein Teil landet aber durch Littering in der Umwelt. Wenn der Kunststoff dort liegen bleibt und in Mikroplastik zerfällt, wird er zu einer gefährlichen Umweltbelastung, die Auswirkungen sind noch nicht abzuschätzen.

Diese Sorge teilen auch die ForscherInnen an der Universität Bayreuth: Sie sind den Ursachen dafür nachgegangen, dass immer mehr Kunststoffpartikel in deutschen Gewässern festzustellen sind. Eine davon ist schlechte Trennung beim Bioabfall. Vor allem im Bioabfall aus privaten Haushalten wurden unter anderem Reste von Lebensmittelverpackungen gefunden. In Industrie und Handel landen vor allem typische Groß- und Transportverpackungen für Obst und Gemüse in der Biotonne. In den kommunalen Anlagen wird dann aus dem verunreinigten Bioabfall Biogas und aus dem, was danach zurückbleibt, „organischer“ Dünger produziert. Weil es aber nicht möglich ist, alle kleinsten Kunststoffpartikel aus dem Dünger herauszufiltern, gelangen diese in Böden und Gewässer. „Es ist mit einem gewissen Aufwand möglich, Fremdkörper wie Kunststoffe, Metalle oder Glas bereits vor der Vergärung auszusortieren. Besser wäre es natürlich, sie gar nicht erst in den Bioabfall zu werfen“, erklärt Prof. Dr. Ruth Freitag.

Wichtige Schritte in die richtige Richtung ist in Österreich die Petition „Ja zum Bio-Kreislauf-Sackerl“ und auf EU-Ebene die EU-Einwegplastikstrategie.

Weitere Infos …

Pressemitteilung von Global 2000 und Download der Studie

Pressemitteilung der Universität Bayreuth

VABÖ-Newsletter 4/2018: Petition „Ja zum Bio-Kreislauf-Sackerl“

Pressemitteilung von Global 2000 zur EU-Einwegplastikstrategie


07. EAK für die Abfallberatung:
Schwerpunkt Elektroaltgeräte und Lithium-Batterien

Elektroaltgeräte und Lithium-Batterien
© Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle

Beim zweitägigen EAK-AbfallberaterInnen-Workshop in Bad Leonfelden im April ging es um geeignete Methoden und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit in der Abfallberatung, Social Media, den „Elektro-Nick“ 2019 und die Schwerpunktthemen EAG und den richtigen Umgang mit Lithium-Batterien. Die Vortragspräsentationen stehen zum Download bereit.

Die Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle (EAK) organisiert seit 2012 jährlich im April und immer in einem anderen Bundesland bundesweite Workshops für AbfallberaterInnen. Wie jedes Jahr stand für die etwa 40 Teilnehmenden am ersten Tag des zweitägigen Workshops die Besichtigung eines Verwertungs-, Recycling- oder Produktionsbetriebs an, diesmal war das Photovoltaik-Unternehmen Fronius in Wels das Ziel.

Am zweiten Tag ging es beim diesjährigen Workshop in Bad Leonfelden um den Schwerpunkt Social Media, darum, wie sich das Medien-Nutzungsverhalten geändert hat, um Aktuelles zur Lithium-Batterien-Sammlung, den „Elektro-Nick“ 2019 und einiges mehr. Alle Präsentationen zum Download gibt es hier.

Auf der Downloadseite der EAK gibt es auch noch zwei neue grafisch ansprechend gestaltete Inserate, eines zum illegalen Export von Elektroaltgeräten und eines zur richtigen Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien (einen Ausschnitt aus dem Inserat sehen Sie oben im ersten Beitragsbild). Alle Downloads für die Öffentlichkeitsarbeit gibt es hier.

Für den Bereich Gerätebatterien wird auch für 2019 das Schwerpunktthema richtiger Umgang mit und Sammlung von Lithium-Batterien beibehalten. Für Elektroaltgeräte stehen kreative Schulprojekte zum richtigen Umgang mit Elektroaltgeräten auf dem Plan. (Zur diesjährigen Schulprojektwoche hat der VABÖ berichtet.) Beim nächsten AbfallberaterInnen-Workshop im April 2019 wird außerdem ein Zerlege-Workshop stattfinden.

Nächstes Jahr steht auch wieder die Verleihung des „Elektro-Nick“ an. Alle zwei Jahre wird der von der EAK ins Leben gerufene AbfallberaterInnen-Preis für besonderes Engagement im Rahmen des AbfallberaterInnen-Workshops verliehen. Das Thema für 2019 lautet: „Richtiger Umgang mit Lithium-Batterien/Akkus“. Die Einreichfrist beginnt Ende Juni 2018 und endet am 15. Februar 2019. Die Unterlagen für die Einreichung werden demnächst ausgesendet.

Weitere Informationen …

Präsentationen vom Workshop April 2018

Downloads für die Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsame Schulprojektwoche von EAK und MA48: Cool ist, wer richtig trennt

AbfallberaterInnen-Preis „Elektro-Nick“


08. Verschmutzte Meere und Küsten:
EU-Kommission sagt Einwegplastik den Kampf an

EU-Kommission sagt Einwegplastik den Kampf an
© Erwin Lorenzen, www.pixelio.de

Kunststoffe machen weltweit 85 % der Meeresabfälle aus. 70 % aller Abfälle im Meer entfallen auf eine Gruppe von zehn Einwegkunststoffprodukten und verloren gegangene oder zurückgelassene Fischfanggeräte. Um die ständig wachsende Plastikabfallmenge in den Weltmeeren und die noch wenig bekannten Risiken etwa für die menschliche Gesundheit einzudämmen, schlägt die Europäische Kommission Beschränkungen für diese Produkte vor.

Beim Lösen des Plastikproblems in den Meeren würden sich neue Chancen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen ergeben, so die EU-Kommission in einer offiziellen Aussendung. Einwegkunststoffprodukte, für die brauchbare Alternativen zur Verfügung stehen, sollen ganz verschwinden, bei allen anderen sollen die Mitgliedsstaaten mit Hilfe von geeigneten Maßnahmen den Verbrauch reduzieren, indem sie Vorgaben für Produktdesigns und eine geeignete Kennzeichnung machen und die Hersteller bei der Abfallbewirtschaftung und Litteringbekämpfung in die Pflicht nehmen.

Konkret sehen die neuen Vorschriften Folgendes vor:

  • Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff müssen vollständig aus umweltfreundlicheren Materialien hergestellt werden. Einweggetränkebehälter, die Kunststoff enthalten, werden zugelassen, wenn ihre Deckel und Verschlüsse an ihnen befestigt sind.
  • Mitgliedstaaten müssen Maßnahmen setzen, sodass weniger Lebensmittelverpackungen und Getränkebecher aus Kunststoff verwendet werden, z.B. indem sie verhindern, das Einwegkunststoffprodukte gratis abgegeben werden.
  • Die Hersteller werden zur Deckung der Kosten für die Abfallbewirtschaftung und die Säuberung der Umwelt sowie für Sensibilisierungsmaßnahmen verpflichtet. Dies gilt für die folgenden Kunststoffprodukte: Behälter, Sackerln und Folienverpackungen für Lebensmittel, Getränkeflaschen und -becher, Tabakerzeugnisse mit Filtern (z. B. Zigarettenstummel), Feuchttücher, Luftballons und leichte Kunststofftragetaschen. Die Industrie soll auch Anreize erhalten, für diese Produkte weniger umweltschädliche Alternativen zu entwickeln.
  • Die Mitgliedstaaten werden verpflichtet, bei Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff bis zum Jahr 2025 eine Sammelquote von 90 % zu erreichen, zum Beispiel durch Pfandsysteme.
  • Auf bestimmten Produkten, etwa Hygieneeinlagen, Feuchttücher und Luftballons, muss klar erkennbar angegeben werden, dass sie Kunststoff enthalten, wie sie zu entsorgen sind und welche negativen Umweltauswirkungen sie haben.
  • Die Mitgliedstaaten werden dazu verpflichtet, Sensibilisierungsmaßnahmen für die negativen Auswirkungen einer unsachgemäßen Entsorgung von Einwegkunststoffprodukten und Fischfanggeräten sowie für die verfügbaren Wiederverwendungssysteme und Abfallbewirtschaftungsmöglichkeiten für alle diese Produkte zu setzen.

Fischfanggeräte machen 27 % der gesamten Strandabfälle aus. Hier sollen die Hersteller die Kosten für das Einsammeln, die Abfallbehandlung und die Sensibilisierung tragen.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die Maßnahmen, bemängelt aber gleichzeitig, dass konkrete Reduktionsziele fehlen. Alleine in Österreich werden jährlich 1,3 Milliarden Strohhalme weggeworfen, EU-weit sind es 36,5 Milliarden. Dazu kommen bis zu 55 Millionen Take-Away-Verpackungen in Österreich und 2,5 Milliarden in der ganzen EU.

Die Kommission hat die Vorschläge dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt mit der Aufforderung, noch vor der Europawahl im Mai 2019 greifbare Ergebnisse zu präsentieren. Im Mai 2018 wurde außerdem das EU-Abfallwirtschaftspaket offiziell beschlossen.

Weitere Informationen …

Pressemitteilung der Europäischen Kommission

ORF: Einwegplastik soll verboten werden

Pressemitteilung von GLOBAL 2000

VABÖ-Newsletter 3/2018: Oxo-abbaubare Kunststoffe potentiell gefährlich


09. Weil die Küsten von Müll geflutet werden:
Die App gegen Plastikverpackungen

App gegen Plastikverpackungen
© Wolfgang Floedl, www.pixelio.de

Wenn Bananen, Orangen oder Eier zuerst geschält und dann in Kunststoff eingepackt werden – da wird das Abfallberaterherz schwer. Aber was kann man dagegen tun? Mit der App „Replace Plastic“ von Küste gegen Plastik kann jede/r ganz einfach Herstellern die Rückmeldung geben: Bitte weniger unnötige Plastikverpackungen!

Einfach Barcode einscannen oder eintippen, die App erkennt sofort, um welches Produkt und von welchem Hersteller es sich handelt. Die Beschwerden werden dann an die Hersteller weitergegeben. Der Hintergrund ist, dass oft behauptet wird, die KonsumentInnen wünschen sich diese Verpackungen. Die gemeinnützige Organisation Küste gegen Plastik will mit dieser App die Stimmen derer sammeln, die sich ausdrücklich dagegen aussprechen.

Denn so einiges von diesen oft unnötigen Verpackungen landet direkt oder über Umwege im Meer und gefährdet dort die Ökosysteme. Selbst am Marianengraben, dem tiefsten Punkt der Erde, haben ForscherInnen ein Plastiksackerl entdeckt, wie das Umweltmagazin Utopia berichtet. Die Videoaufnahme, die gemeinsam mit solchen aus 5.000 Tauchgängen ausgewertet wurde, stammt aus dem Jahr 1998. Mittlerweile dürfte das Sackerl als Mikroplastik in den Meeren herumschweben oder von Meeresbewohnern verschluckt worden sein.

Plastikverpackungen und Plastiksackerln sind vor allem, aber nicht nur im Meer ein Problem. In Österreich landen z.B. viel zu viele sogenannte Knotenbeutel im Bioabfall. Eine Lösung könnten biologisch abbaubare Sackerln sein, wie sie der Kompost &Biogas Verband Österreich verpflichtend fordert (VABÖ hat berichtet).

Weitere Informationen …

Link zur Replace Plastic App

Eindrucksvolles Video zu Plastikmüll im Meer von Küste gegen Plastik

Utopia-Artikel: Unfassbar: Plastiktüte am tiefsten Punkt der Erde gefunden

VABÖ-Newsletter 4/2018: Petition „Ja zum Bio-Kreislauf-Sackerl“

VABÖ-Blatt 3/2014: Topthema Littering

VABÖ-Newsletter 3/2018: Oxo-abbaubare Kunststoffe potentiell gefährlich


10. Junge Abfallwirtschaft und ÖWAV:
Science Fiction oder realistische Visionen für die Abfallwirtschaft?

Junge Abfallwirtschaft
© ÖWAV (www.oewav.at): Graphic Recording
Company (www.graphic-recording.at)

Inhaltlich könnte es eine lange Liste von Forderungen aus der Abfallwirtschaft sein, aber mit sympathischen Illustrationen und einem optimistischen Grundton versehen. Beim Workshop „Junge Abfallwirtschaft“ sammelte der ÖWAV Ideen für eine Zukunft, in der die großen Probleme der Abfallwirtschaft gelöst sind.

Mit bunten Comic-ähnlichen Bildern und prägnanten Erklärungen stellt die Junge Abfallwirtschaft in „Abfallwirtschaft 2050“ gemeinsam mit dem ÖWAV ihre Visionen für die Abfallwirtschaft der Zukunft vor: Abfallwirtschaft heißt Ressourcenwirtschaft. Verpackungen für Take-Away-Lebensmittel sind essbar oder kompostierbar. Insekten und vegetarische Alternativen lösen Fleisch als alltägliches Nahrungsmittel ab. Lebensmittelabfälle werden optimal verwertet. Recyclingrohstoffe sind wertvoll und wertgeschätzt. Hersteller vermieten Produkte und haben deshalb kein Interesse mehr an geplanter Obsoleszenz, dafür aber an modularen Bauweisen, Ersatzteile können mit dem 3D-Drucker gedruckt werden. Die stoffliche Zusammensetzung von Produkten wird transparenter. Und alles ist im Kreislauf.

Mit der Digitalisierung werden viele Prozesse, die heute noch händisch ablaufen, z.B. das Mülltrennen von Haushaltsmüll, aber auch von Abrissmaterial aus Gebäuden, automatisiert oder überhaupt erst wirtschaftlich gemacht. Industriebetriebe haben ihre Prozesse energetisch optimiert und sind energieautark. Die Einspeisung und Nutzung der erneuerbaren Energien wird mit Hilfe von Smart Grids optimal verwaltet. Gleichzeitig dienen E-Fuhrparks und alte Großbatterien als Zwischenspeicher für die volatilen Energien, die mit Windrädern, Photovoltaikpanäle u.a. gewonnen werden. Die Technologien für die Energiegewinnung sind im Sinne des Ökodesigns optimiert und recycelbar.

Hineinschauen lohnt sich also nicht nur wegen der ansprechenden und leicht verständlichen Darstellung, sondern auch wegen der visionären Inhalte.

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Dieser Newsletter wird gefördert vom:
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

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