VABÖ Newsletter August 2015

10.08.2015

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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Kontakt/Impressum:

VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Trappelgasse 3/1/18,
A-1040 Wien

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Abfallvermeidungsförderung:
Einreichschluss für Förderprojekte 7. September!

VKS Verpackungskoordinierungsstelle
Verpackungskoordinierungs-
stelle (VKS)

Mit den neuen Regelungen zur Verpackungssammlung wurden die bisherigen gesetzlich vorgeschriebenen Abfallvermeidungsförderungen der Sammelsysteme erhöht und an einer neutralen Stelle gebündelt, der neu geschaffenen Verpackungs-koordinierungsstelle (VKS) beim Umweltbundesamt. Dort können in der ersten Ausschreibungsrunde bis 7. September Projekte eingereicht werden. Ab 2016 wird es 2 Ausschreibungen pro Jahr geben.
(Quelle: VKS)

Die Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen stellen 0,5% der eingenommen Entpflichtungsentgelte für die Förderung von Abfallvermeidungsprojekten zur Verfügung. Mit der Erhöhung und zentralen Bündelung wurde auch eine langjährige VABÖ-Forderung erfüllt.

Gefördert wird die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen und Forschung zur quantitativen und qualitativen
Abfallvermeidung, z.B.:

  • Vermeidung von Einsatzstoffen und Betriebsmitteln mit negativen Auswirkungen auf die Abfallqualität eines Produktes oder allfälliger Nebenprodukte (Design)
  • Verlängerung der Produktlebensdauer durch z.B. Qualitätssteigerung, Ermöglichen oder Erhöhen der Reparaturfähigkeit, …
  • Reduktion von Produktions- oder Verpackungsabfällen sowie Abfällen und Umweltbelastungen während der Produktnutzung
  • Bewusstseinsbildung, Weiterbildungsmaßnahmen oder Aufbau von Netzwerken zur Abfallvermeidung
  • Ersatz von Produkten durch Dienstleistungen
  • Abfallvermeidung durch Optimierung der Logistik
  • Wiederverwendung von bestimmten Abfällen

Nähere Infos gibt es hier...


02. Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung:
Frankreich verbietet Lebensmittelentsorgung im Großhandel

Frankreich verbietet Lebensmittelentsorgung
Brot im Müll
Foto: EU FUSIONS

Um die Verschwendung von Lebensmitteln einzuschränken, ergreift Frankreich drastische Maßnahmen. In Zukunft darf der Großhandel keine Lebensmittel mehr wegwerfen. Es wird den Händlern außerdem verboten, unverkaufte Nahrungsmittel "für den Konsum ungeeignet zu machen", berichtet "Die Zeit". Es sei eine gängige Praxis, Chlor über weggeworfene Lebensmittel zu schütten.
(Quelle: EU-Umweltbüro)

Nicht verkaufte Lebensmittel muss der französische Handel in Zukunft an karitative Einrichtungen spenden. Diese Regelung gilt für Geschäfte, die größer als 400 Quadratmeter sind. Als Alternative können die Lebensmittel auch als Kompost für die Landwirtschaft oder als Tierfutter gespendet werden. In Frankreich fallen im Großhandel rund fünf Prozent der Lebensmittelabfälle an, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Jeder Franzose würde jährlich allerdings selbst auch 20 bis 30 Kilo an Lebensmitteln wegwerfen.

Weiterführende Infos:
Bericht "Die Zeit" / Bericht "Süddeutsche Zeitung"


03. Neues zur Verpackungssammlung:
Übersichtliche Fachinformation des OÖ LAV

OOE Information Verpackungssammlung Wettbewerb
Foto: OÖ LAV

Die Einführung von Wettbewerb im Bereich der Sammelsysteme für Haushaltsverpackungen (kurz HSVS) ist seit Beginn dieses Jahres Realität. Dazu hat DI Thomas Anderer, GF des OÖ Landesabfallverbandes, im Magazin des OÖ LAV eine übersichtliche Fachinformation für Kommunen und andere Interessierte zusammengestellt.
(Quelle: Infoservice - Abfall, Salzburg)

Neben der bisherigen, monopolartigen Dominanz der ARA AG wurden inzwischen vier weitere Sammelsysteme durch das Lebensministerium genehmigt. Die neuen Konkurrenten zur ARA haben in Summe bereits einen Marktanteil von rd. 20 % angemeldet. Anderer gibt einen gut verständlichen strukturierten Überblick über die neue Situation und behandelt dabei auch Themen, die nach wie vor kontroversiell sind.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.


04. Neue Herausforderung am Recyclinghof:
Sammlung von Lithiumbatterien

Fahrrad-Akku (Wiki)
Fahrradakku
Foto: J. Hammerschmidt /
Wikipedia - Creative Commons

Lithiumbatterien stellen wegen ihrer hohen Energiedichte und der Möglichkeit der Selbstentzündung ein erheblich größeres Gefahrenpotential dar als dies bei bisherigen Batterietypen der Fall war.
(Quelle: Infoservice - Abfall, Salzburg)

Das Land Salzburg hat zu diesem Thema detaillierte schriftliche Unterlagen publiziert, die Betreibern kommunaler Problemstoffsammelstellen wertvolle Hinweise geben:

Worin besteht die Gefahr bei Sammlung, Lagerung und Transport dieses Batterietyps?
Müssen diese Batterien wirklich am Recyclinghof übernommen werden?
Wie wird auf dieses neue Gefahrenpotential reagiert - gibt es schon legistische Vorgaben - was wird sonst getan?


05. Innovatives Abfallberatungsprojekt:
Cache & Trash

VABÖ Blatt 02/2015
Geocaching gegen Littering
Foto: Joe Kadla

Ein cooler Freizeit-Trend dient als Vehikel für eine Anti-Littering Kampagne der besonderen Art: Abfallberater Joe Kadla vom GVU Melk (NÖ) verband das "Geo-Caching", eine Art moderner Schatzsuche via GPS und Smartphone, mit Bewusstseinsarbeit zum Thema Littering und Abfall.

Geocachen ist seit der Freischaltung des GPS-Satelliten-Netzwerkes vom Nischensport zum Mitmach-Ereignis für die breite Masse geworden. Joe Kadla hat eine eigene Website geschaffen, die einerseits passionierte "Cacher" animieren soll, in der Umgebung ihrer "Schätze einfach auch gleich die Abfälle einzusammeln und korrekt zu entsorgen, andererseits viele spannende Ideen liefert, wie AbfallberaterInnen, LehrerInnen, JugendgruppenleiterInnen etc. mittels Geo-Caching auf spannende und spielerische Art Abfall-Inhalte vermitteln können.

Näheres hier...

Dieses engagierte Projekt wurde von der Jury beim heurigen Preis "ARA-Abfallberater des Jahres" in der Kategorie der Anti-Litteringprojekte „Reinwerfen statt Wegwerfen“ mit einem Sonderpreis gewürdigt.


06. VCÖ-Factsheet
"Umweltfreundlich zum Einkaufen"

Umweltfreundlich Einkaufen
Umweltfreundlich zum Einkaufen
Foto: VCÖ

Etwa jede vierte zurückgelegte Strecke in Österreich dient dem Einkaufen. Dass die Mehrheit dieser Einkaufswege mit dem Auto durchgeführt wird, verschlechtert die Klimabilanz des Verkehrs und den ökologischen Fußabdruck des Einkaufs. Deshalb hat der VCÖ zu diesem Thema ein Fact-Sheet zusammengestellt, das gerade auch bei der Bewusstseinsarbeit zum nachhaltigen Konsum, insbesondere im Bereich Lebensmittelabfälle, eine gute Ergänzung der Bewusstseinsarbeit sein kann.
(Quelle: VCÖ)

In Österreich werden heute weniger Einkäufe zu Fuß erledigt als noch vor 20 Jahren. Im Jahr 1995 wurde jeder dritte Einkauf zu Fuß gemacht, heute ist es nur mehr jeder fünfte. Einkaufszentren am Ortsrand und der Rückgang der Nahversorgung haben die Einkaufsmobilität stark verändert.

Gemeinden und der Handel können durch vielfältige Maßnahmen das Einkaufen mit dem Fahrrad oder zu Fuß fördern und erleichtern. 85 Prozent aller Einkaufsfahrten betreffen Güter des täglichen Bedarfs. 80 Prozent aller Einkaufsfahrten mit dem Auto sind kürzer als fünf Kilometer und jeder zweite Lebensmitteleinkauf wiegt weniger als fünf Kilogramm.

Die bessere Klimabilanz von regionalen und biologischen Produkten wird drastisch reduziert, wenn mit dem Auto eingekauft wird. So steckt zum Beispiel in einem Kilogramm Weintrauben aus Österreich, das mit dem Auto vom Geschäft nach Hause transportiert wird, siebenmal mehr CO2, als wenn diese Trauben mit dem Fahrrad oder zu Fuß eingekauft werden.

Was Gemeinden und Städte tun können, ist hier nachzulesen...


07. VABÖ-Blatt zum Download:
Letzte Schwerpunktthemen Reparatur und Lebensmittelabfälle

VABÖ Blatt 02/2015
VABÖ Blatt 02/2015

Seit 2014 erscheint das VABÖ-Blatt, das Printmedium des Verbandes Abfallberatung Österreich, jeweils vierteljährlich zu einem wichtigen top-aktuellen Schwerpunktthema für die abfallwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit. 2015 erschienen bisher die Themen Lebensmittelabfälle (Nr. 1/2014) und Reparatur (2/2015). Die Schwerpunktausgaben enthalten wertvolle Hintergrundinformationen und weiterführende Aktionsanregungen für AbfallberaterInnen, Gemeinden und Abfallverbände, aber auch umweltpädagogisch Tätige und andere Interessierte.

Auch ein Blick in die Schwerpunktthemen 2014 lohnt sich:

"Re-Use" (1 und 2 / 2014), "Littering" (3/2014) und "Bioabfall" (4/2014).

Alle VABÖ-Blatt-Ausgaben gibt's zum Download hier...

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