VABÖ Newsletter Nov./Dez. 2015

01.12.2015

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
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A-1040 Wien

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01. Bericht des BMLFUW:
Ressourcennutzung in Österreich - 2015

BMLFUW Ressourcennutzung in Österreich 2015

Alles was wir an Ressourcen verbrauchen, fällt irgendwann als Abfall an. Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft müssen daher am Ressourcenverbrauch und der intelligenten, möglichst langen und hochwertigen Nutzung der einmal der Natur entnommenen Ressourcen ansetzen. Die Wissensbasis für Richtungsentscheidungen dabei liefert der Bericht „Ressourcennutzung in Österreich“, der bereits zum zweiten Mal aktualisiert erscheint. (Quelle: BMLFUW)

Der Verbrauch natürlicher Ressourcen in der Vergangenheit und Gegenwart ist eng mit aktuellen und zukünftigen Umweltauswirkungen und Fragen der Versorgungssicherheit verbunden. Im vorliegenden Bericht Ressourcennutzung in Österreich werden die Extraktion, der Außenhandel und der Verbrauch stofflich genutzter Ressourcen in Österreich zwischen 1960 und 2012 detailliert beschrieben und analysiert. Stoffliche Ressourcen umfassen gesellschaftlich entnommene und genutzte Biomasse, fossile Energieträger, Metalle und nicht-metallische Mineralstoffe sowie daraus abgeleitete, gehandelte Produkte. Eine

Biomasse als nachwachsender Rohstoff mit seiner besonderen Schlüsselfunktion für ein lebenswertes Österreich ist Schwerpunktthema des diesjährigen Berichts. Hierzu wird erstmals ein detaillierter Blick auf die Zusammensetzung des Verbrauchs an Biomasse geworfen und Anknüpfungspunkte für eine effizientere Nutzung von Biomasse aufgezeigt.

Im Jahr 2012 wurden in Österreich insgesamt 187 Millionen Tonnen Material verbraucht. das Material bestand größtenteils ( zu über 50 % ) aus nicht-metallischen Mineralstoffen, zu denen vor allem Baurohstoffe gehören, die zum Aufbau und Erhalt von Gebäuden und Infrastruktur benötigt werden. Biomasse machte mit etwas unter 25% den zweitgrößten Anteil am Materialverbrauch aus, gefolgt von fossilen Energieträgern und Metallen. Wenn diese Menge an Material auf die österreichische Bevölkerung umgerechnet wird, ergibt sich, dass im Jahr 2012 in Österreich 22,2 Tonnen Material pro Kopf benötigt wurden. Das liegt deutlich über dem globalen Durchschnittsverbrauch von ca. 10 Tonnen pro Kopf und auch über dem europäischen Durchschnitt von etwas über 13 Tonnen pro Kopf. Grund dafür ist vor allem der vergleichsweise hohe Pro-Kopf-Verbrauch an nicht-metallischen Mineralstoffen wie insbesondere Baurohstoffe, der mit den klimatischen und topografischen Besonderheiten des Alpenraums sowie der österreichischen Bevölkerungsdichte einhergeht.

Download hier...


02. Mikroplastik:
Allgegenwärtig, wo man es kaum vermutet

Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetik
10–30 Mikrometer kleine Mikroplastikkügelchen auf Polyethylenbasis in einer Zahnpasta
Foto: Dantor / Creative Commons

Mikroplastik ist derzeit intensiv in Diskussion, erst allmählich decken Forschungsprojekte auf, woher Mikroplastik kommt, wie es sich verbreitet und wie die Wirkungen auf Mensch und Umwelt aussehen. Mikroplastik kommt aber nicht nur aus zerfallenden Kunststoffprodukten im Abfall, Abwasser oder in der Natur, sondern unerwarteterweise aus Produkten, wo dies kaum jemand vermutet. (Quelle: Biorama)

Mikroplastik wird sogar absichtlich industriell hergestellt und als Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten, wie z.B. Peelings verwendet. Die persistenten, also biologisch nicht abbaubaren, Teilchen nutzen den Effekt des mechanischen Abriebs zur Reinigung. Auf den Produktbeschreibungen werden dafür so unscheinbare Abkürzungen wie PE, PP, PET, PUR, ACS und andere verwendet. Bei der täglichen Körperpflege werden also von vielen Menschen unwissentlich laufend Mikroplastikteilchen ins Abwasser eingebracht, das sich nicht biologisch abbaut und daher je nach Größe entweder im Klärschlamm landet oder im Gewässer. Wird der Klärschlamm als Dünger verwendet, landet das Mikroplastik im Boden oder als Staub in der Luft, im Gewässer gelangt es in die Nahrungskette.

Fünf besonders unerwartete Produkte, die Mikroplastik enthalten, sind Honig, Bier, Mineralwasser, Lippenstift und Sonnencreme. Die Hintergründe dazu liefert ein exzellenter Online-Artikel im Biorama, dem Magazin für nachhaltigen Lebensstil.


03. Gründung der Bank für Gemeinwohl:
VABÖ gründet mit!

Bank für Gemeinwohl

Eine Bank, die keinen Gewinn will, sondern nur der Nachhaltigkeit und dem Gemeinwohl dienen - diese Vision wird gerade mit Riesenschritten von einer zivilgesellschaftlichen Genossenschaftsinitiative realisiert, der jede/r sofort online mit einer einmaligen Anteilszeichnung ab € 200,- beitreten kann. Fast 2.200 Organisationen und Personen sind bereits Genossenschafter, nun auch der VABÖ. Man kann sogar Anteile zu Weihnachten verschenken!

Um die Bank 2016 gründen zu können, braucht die Initiative 6 Mio. Euro Startkapital, das durch eine breite zivilgesellschaftliche Genossenschaftsinitiative aufgebracht werden soll. Fast 2.200 Mitglieder haben bereits fast 1,7 Mio. Euro aufgebracht, doch das Ziel ist noch lange nicht erreicht, daher werden viele weitere Genossenschafter gesucht: Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, jede/r ist willkommen und hat unabhängig von der Höhe des Anteils (mind. 200,-) eine Stimme in der Genossenschaft.

Unter den Genossenschaftern ist auch der bekannte "Nachhaltigkeits-Chocolatier" Josef Zotter: "Wir müssen uns einmischen und mitlenken, um wieder Ethik und Menschlichkeit in das Finanzwesen zu bringen. Eine Bank für Gemeinwohl mit regionaler Ausrichtung ist der beste Schritt dazu", so Erfolgsunternehmer Zotter.

Genossenschaftsvorstand Robert Moser: "Die Gesellschaft und die Politik unterwerfen sich einem angeblichen Finanzdruck, die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke. Wir als nicht-gewinnorientiertes Bankprojekt möchten zeigen, dass Geld weniger wichtig ist als das Gemeinwohl. Dazu zählen Solidarität, gesellschaftlicher Zusammenhalt und regionale Wertschöpfung, dafür möchten wir als Bank eines Tages einstehen."

Gemeinwohl unterm Weihnachtsbaum: Sie wollen etwas Sinn- und Wertvolles schenken? Zeichnen Sie für Ihre Lieben Anteile an der BfG-Genossenschaft! Mit zwei Klicks zum Geschenk:
Hier können Sie Ihren Gutschein herunterladen und hier nachlesen, wie´s geht.

Alle Infos zur Initiative gibt´s hier...
Hier geht's zur Online-Anteilszeichnung.


04. Wettbewerb "nachhaltig gewinnen 2015/16":
15.000 Euro für nachhaltige Sport- und Kulturveranstaltungen, Dorf- und Stadtfeste!

Nachhaltig gewinnen
ÖÖI/Green Events Austria

Beim 5. Wettbewerb "nachhaltig gewinnen 2015/16" winken wieder 15.000 Euro für nachhaltige Sport- und Kulturveranstaltungen, Dorf- und Stadtfeste. (Quelle: ÖÖI/Green Events Austria)

"nachhaltig gewinnen!" ist eine Initiative des Netzwerks "Green Events Austria" getragen vom Ministerium für ein Lebenswertes Österreich und den Bundesländern Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien. Die PartnerInnen aus der Wirtschaft, Sport und Kultur sind: ARA AG (Initiative Reinwerfen statt Wegwerfen), ASVÖ Wien, Biobauernverband Bio Austria, BSO (Österreichische Bundes-Sportorganisation), Cupsolutions, Eventbus, Impacts Catering, oeticket.com, Ottakringer, Pfanner, Sportunion, Studio 44 und Vöslauer.

Teilnahmeberechtigt sind Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Dorf- und Stadtfeste, die überzeugende Maßnahmen und besonders gute Ideen zum Schutz von Umwelt und Mensch umsetzen. Die eingereichte Veranstaltung muss zwischen 1. April 2015 und 31. März 2016 stattfinden. Anmeldeschluss ist der 8.April 2016. Mehr zur Teilnahme am Wettbewerb.

Eine Jury bewertet die Einreichungen bezüglich der Breitenwirkung. Kreative und innovative Lösungen mit Vorbildwirkung für Aktivitäten im Vereinsleben werden besonders gewürdigt. Die besten Events im Sinne der Nachhaltigkeit werden auf einer Auszeichnungsveranstaltung im Mai 2016 prämiert.

Was ist wichtig für eine nachhaltige Kultur- oder Sportveranstaltung bzw. ein nachhaltiges Dorf- oder Stadtfest?

  • die An- und Abreise mit klimafreundlichen Verkehrsmitteln
  • die Verpflegung mit regionalen, saisonalen, biologischen oder fair gehandelten Lebensmitteln
  • die Vermeidung und Trennung von Abfall
  • der schonende Umgang mit Energie und Wasser
  • Engagement mit sozialer Verantwortung
  • die Kommunikation der durchgeführten Green Event Maßnahmen

Hier geht es zur Online-Einreichung.

 


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Ministerium für ein lebenswertes Österreich

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