VABÖ-Newsletter Dezember 2014

17.12.2014

Der VABÖ wünscht allen LeserInnen des Newsletters Frohe Weihnachten, schöne Feiertage und ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr!

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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Kontakt/Impressum:

VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Trappelgasse 3/1/18,
A-1040 Wien

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Cradle to Cradle Expertengespräche
VABÖ mit an Bord

C2C Gespräche
M. Neitsch (VABÖ, ganz links) in Diskussion mit C2C-Experten /
Foto (C) EPEA Switzerland

Am 24. Oktober trafen sich in Wien Experten und Praktiker der "Cradle to Cradle"-Initiative (C2C). Nunmehr steht mit dem "Frosch-Dusche und Bad Reiniger" endlich ein Produkt für Endverbraucher im Supermarktregal, das die C2C-Kriterien erfüllt. Weitere Produkte sollen folgen, daher besteht nun die Möglichkeit, die C2C-Idee auch in die Bewusstseinsarbeit zum nachhaltigen Konsum bei der Bevölkerung zu kommunizieren.

Dies ist insbesondere für die kommunale Umwelt- und Abfallberatung eine interessante Perspektive, der VABÖ konnte sich in die Expertengespräche konstruktiv einbringen, Matthias Neitsch (VABÖ-Geschäftsführer) und Dr. Walter Galehr (Abfallberatung Stadt Salzburg) hoben in den Arbeitsgruppen die Wichtigkeit der breiten Bewusstseinsarbeit zu nachhaltigem Konsum über die kommunalen Gebietskörperschaften hervor.

C2C bedeutet, dass bei der Herstellung von Produkten umweltsichere, gesunde und kreislauffähige Materialien verwenden. Die Materialien müssen dabei recycelbar oder kompostierbar sein. Des Weiteren werden der Einsatz von erneuerbaren Energien, der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser sowie der soziale Aspekt berücksichtigt. Kritiker bemängeln, dass das Konzept die Nutzungsphase von Produkten, die Ressourceneffizienz und die Nutzungs-Effektivität nicht berücksichtigt und den ökonomischen Wachstumszwang nicht in Frage stellt. Andererseits steht aber fest, dass eine ressourceneffiziente und -effektive Güternutzung insbesondere bei Verbrauchsprodukten ohne C2C-Prinzipien ebenfalls nicht möglich wäre, daher sind C2C-Produkte aus Sicht des VABÖ ein Schritt in die richtige Richtung und müssen unterstützt werden, wobei das Konzept durchaus offen für Weiterentwicklung ist.

Veranstalter waren EPEA-Switzerland und ÖGV, Programm und Veranstaltungsrückblick gibts hier zum Download...


02. Buchpräsentation:
„Murks? Nein Danke! Was wir tun können, damit die Dinge besser werden“

Murks? Nein Danke!

Am 15. Jänner 2015 lädt die AK Wien zur Präsentation des bereits lange erwarteten Buches von Stefan Schridde „Murks? Nein Danke! Was wir tun können, damit die Dinge besser werden“ ein. Geplante Obsoleszenz, also der absichtlich geplante vorzeitige Verschleiss von Produkten, wird hier erstmals mit klaren Fakten belegt. Dazu werden sowohl praktische Tipps für den Alltag, für Profi- und Hobbyreparateure als auch für weitergehendes zivilgesellschaftliches Engagement gegeben.

Stefan Schridde, Initiator der Online-Plattform "Murks? Nein Danke!" (http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/), bleibt aber nicht bei simplem "Produzenten-Bashing" stehen. Er beleuchtet die Hintergründe des betriebswirtschaftlichen Zwanges zur Verkürzung der Produktlebensdauer, zeigt damit ein eindeutiges Marktversagen in gesättigten Märkten auf, das staatliches Eingreifen zur Wiederherstellung volkswirtschaftlich wünschenswerter und gemeinwohlförderlicher Produktionsweisen rechtfertigt. Das Buch bietet eine Vielfalt an technischen, praktischen, wirtschaftshistorischen und politischen Informationen und Anregungen, es kann somit nach dem legendären Film "Kaufen für die Müllhalde" als zweite große Säule im Kampf gegen Ressourcenverschwendung durch geplante Obsoleszenz betrachtet werden. Unbedingt lesenswert!

Die Buchpräsentation mit dem Autor findet am 15. Jänner 2015 von 18:00 - 19:30 h im AK Bildungszentrum, Großer Saal, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien statt. Eintritt frei, Programm-Download und Online-Anmeldung hier...

Buchbeschreibung, Leseprobe und Bestellmöglichkeit hier...


03. Aktion der Stadt Salzburg:
Autowrack-Entsorgung zum Nulltarif im Dezember

Autowrack Entsorgung in Salzburg
Foto: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Auch heuer wieder führt die Stadt Salzburg eine nachahmenswerte Aktion durch: Alte Autowracks können kostenlos entsorgt werden. Gemeinden und AbfallberaterInnen kennen seit Jahrzehnten den Ärger mit Besitzern von Autowracks auf Privatgrund, die entweder behördlichen Entsorgungsaufforderungen nicht nachkommen oder eine behördlich durchgeführte Entsorgung dann nicht zahlen. Salzburg machte aus der Not eine Tugend und entsorgt mit er Gratis-Aktion ohne Ärger jährlich bis zu 100 Autowracks.

„Null Euro – null Problemo“ nennt die Stadt Salzburg ihre alljährliche Autowrack-Abhol-Aktion, und es geht wirklich nicht einfacher und günstiger! Die Stadt holt die ausgedienten Altautos kostenlos am Standplatz ab. Voraussetzung für den Nulltarif: In den Fahrzeugen darf kein Müll gelagert sein, für dessen Entsorgung die Stadt ansonsten die Unkosten verrechnen muss. Die Entsorgung der vier aufgesteckten Reifen plus ein Ersatzreifen ist kostenlos, für jeden zusätzlichen Reifen mit Felge werden 2,50 Euro, für einen Reifen ohne Felge 2,00 Euro verrechnet.

Die Aktion wäre es wert, in vielen Regionen nachgeahmt zu werden. Weitere Info: Franz Mayr, Stadt Salzburg, Amt für Öffentliche Ordnung, Tel. 0662/8072-3157, oder online...


04. Staatspreis Smart Packaging 2014
Verpackungen können auch anders!

Staatspreis_Packtasche
Eine der nominierten Einreichungen: die Radl-Packtasche

Wirtschaftsministerium und Umweltministerium verleihen alle zwei Jahre den "Staatspreis Smart Packaging" (vormals Staatspreis Vorbildliche Verpackung) in den Kategorien "B2B" (Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen für gewerbliche Endverbraucher) und "B2C" (Verkaufsverpackungen für private Endverbraucher), zusätzlich vergibt die ARA einen Sonderpreis für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Heuer war auf Ersuchen des BMLFUW erstmals der VABÖ in der Jury vertreten, um die Aspekte der Ressourcenschonung und der Eignung für die Kommunikation von nachhaltigem Konsum einzubringen.

Das Thema "Mehrweg" war prominent in mehreren Einreichungen vertreten, die Zielgruppen "Radfahrer" und "Imker" wurden diesmal speziell von zwei Einreichungen angesprochen, riesige Mehrweg-Transportverpackungen und unscheinbare aber umso drastischere Material-Einsparungslösungen, Multifunktions-Konzepte und natürlich die neuesten Getränke-Mehrwegflaschen machten die Jury-Entscheidung nicht gerade einfach. Aber sehen Sie selbst: Fotos zu Preisträgern und ausführliche Produktbeschreibungen finden Sie hier...

Ziel des Staatspreises Smart Packaging ist es, der Bedeutung ganzheitlicher, umfassender Lösungen im Verpackungsbereich gerecht zu werden und exzellente, integrierte Verpackungslösungen auszuzeichnen, die der ökologischen Nachhaltigkeit ebenso gerecht werden wie hohen funktionalen und gestalterischen Anforderungen und über vorbildliche Anwenderfreundlichkeit verfügen. Die zahlreichen Funktionalitäten der Verpackung als Innovationsträger im Kontext von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft sollen durch den Staatspreis Smart Packaging einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden und damit die Imageprägung der Verpackungswirtschaft unterstützen. Infos zum Staatspreis Smart Packaging 2014 hier...


05. Jetzt neu im Förder-Abo:
Das Printmagazin des VABÖ

VABÖ Blatt Förder-Abo
VABÖ Blatt Förder-ABO

Jede Ausgabe zu einem wichtigen aktuellen Schwerpunktthema für die abfallwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit: Das VABÖ-Blatt bringt für die zuständigen PraktikerInnen in Gemeinden, Abfallverbänden, Landesregierungen, Entsorgungsunternehmen und andere Interessierte wertvolle Anregungen für die Planung der eigenen Arbeit. Nicht-Mitglieder des VABÖ können diese wertvolle Arbeitsunterstützung nun mittels Förder-Abo jeweils druckfrisch beziehen. bisherige Schwerpunktausgaben heuer: Re-Use, Littering und Bioabfall. in nächster Zeit geplant: Lebensmittelabfälle, Repair-Cafés, Cradle to Cradle, Verpackungsabfallberatung neu.

An VABÖ-Mitglieder wird das VABÖ-Blatt gratis versendet. Gratis-Download für alle wird künftig erst nach einem Jahr möglich sein. Für Nicht-Mitglieder gibt es jetzt das Förder-Abo! Wer also am Puls der Zeit über die aktuellen Top-Themen der kommunalen Abfallberatung informiert sein möchte, sollte den VABÖ mit einem jährlichen Förderbeitrag von mind. € 20 unterstützen, dann wird das VABÖ-Blatt 4 mal jährlich (8 Seiten) druckfrisch zugesendet. Einfach E-Mail mit allen Kontaktdaten und Hinweis "Förderabo VABÖ-Blatt" an vaboe@arge.at senden!


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