VABÖ-Newsletter Jänner 2017

Verband Abfallberatung Österreich (VABÖ)

27.01.2017

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
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Internet: www.vaboe.at

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Der Weg zu weniger Plastiksackerln:
Pfiatdisackerl

weniger Plastiksackerl
Foto: BMLFUW/Christopher Fuchs

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat gemeinsam mit namhaften Handelsunternehmen, Greenpeace und Global 2000 eine freiwillige Vereinbarung zur Reduzierung der Kunststofftragetaschen geschlossen. Die Vereinbarung basiert auf einer Änderung der Verpackungsrichtlinie der EU, wonach die Mitgliedsländer bis 2019 die Anzahl der Kunststofftragetaschen auf jährlich maximal 90 Sackerl pro Person zu reduzieren haben. (Quelle: BMLFUW)

Die freiwillige Vereinbarung des BMLFUW geht über das Ziel der EU-Richtlinie hinaus. Entsprechend dem politischen Ziel von Umweltminister Rupprechter sieht die Vereinbarung eine ambitioniertere Vorgabe vor, nämlich jährlich maximal 25 Plastiksackerl pro Person und eine Reduktion von Einwegtragetaschen auch aus anderen Materialien, z.B. Papier. Gemäß der freiwilligen Vereinbarung haben sich zahlreiche Handelsunternehmen, darunter REWE, Spar, Hofer und Lidl dazu verpflichtet, Einwegtragetaschen aller Materialien nur mehr kostenpflichtig abzugeben. Ausgenommen davon sind die sogenannten Knotenbeutel in den Frischebereichen wie Gemüse- und Obstabteilungen. Um auch in diesem Bereich eine Verringerung zu erreichen, liegen diese nicht mehr im Kassabereich zur freien Entnahme auf.

Zusätzlich soll die Kundeninformation verbessert und der Einsatz von Mehrwegtragetaschen forciert und Umweltprojekte gefördert werden. Um die Fortschritte beurteilen zu können, wird das BMLFUW jährlich einen Bericht, basierend auf den Daten der unterzeichnenden Unternehmen, veröffentlichen. Der erste Bericht wird im Frühjahr 2017 präsentiert werden.

In Österreich fallen jährlich zwischen 5.000 bis 7.000 Tonnen Kunststofftragetaschen an, das entspricht etwa 0,01% aller Abfälle oder etwa 0,8 kg pro Einwohner und Jahr. Damit liegt Österreich vergleichsweise bei der Vermeidung bzw. Reduktion schon jetzt im europäischen Spitzenfeld. Die in Österreich als Abfall anfallenden Tragetaschen werden grundsätzlich getrennt gesammelt oder gemeinsam mit dem Restmüll entsorgt. Anschließend werden die Tragetaschen umweltgerecht verwertet: Entweder stofflich, z.B. als neues Kunststoff- oder Papierprodukt, oder thermisch als Strom bzw. Wärme.

Ein generelles Verbot der Kunststofftragetaschen ist laut Umweltministerium nicht zweckmäßig. Plastiksackerl sind aus Hygienegründen, z.B. für Fleisch oder Fisch, sinnvoll. Auch aufgrund der hohen Bereitschaft der Bevölkerung zur Sammlung und ordnungsgemäßen Entsorgung von Abfällen und der gut funktionierenden Abfallwirtschaft ist ein absolutes Verbot nicht notwendig.

Bio-Tragetaschen haben zwar den Vorteil, dass sie zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden, allerdings enthalten sie derzeit einen Erdölanteil von bis zu 50% und müssen - um die gleiche Reißfähigkeit wie konventionelle Plastiksackerl zu erreichen - dickwandiger erzeugt werden und verbrauchen somit mehr Ressourcen. Bio-Sackerl sind nur sehr schwer kompostierbar und werden in den derzeit gängigen Bioabfall-Verwertungstechnologien, insbesondere Kompostierungsanlagen, teuer als Störstoff ausgeschieden. Sie enthalten auch keinerlei Nährstoffe für Pflanzen und bieten daher keinen Nutzen im Kompost.

Eine wirksame und leicht umzusetzende Maßnahme zur Vermeidung von Einwegtragetaschen ist die Verwendung eines Einkaufkorbes oder einer Einkauftasche, z.B. einer Stofftasche. Jede Konsumentin und jeder Konsument kann durch Verzicht auf oder durch einen sparsamen Umgang mit Plastiksackerln einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung leisten. Auch eine möglichst häufige Wiederverwendung und letztlich eine ordnungsgemäße Entsorgung von Einwegtragetaschen tragen zur Ressourcenschonung bei. Gebrauchte Kunststofftragetaschen sind jedenfalls einer geordneten Sammlung zu übergeben (je nach Region Verpackungssammlung, Restmüll)

Der wichtigste Tipp: Nie ohne Einkauftasche außer Haus gehen, denn ein Sackerl (Stoffsackerl oder gebrauchtes Plastiksackerl) passt in jede Handtasche!

Weiter Informationen hier ...


02. Initiative "ARA4kids":
Umweltbildungs-Schwerpunktausgabe des VABÖ-Blattes

VABÖ-Blatt 4/2016
Titelblattausschnitt VABÖ-Blatt 4/2016

Wenn man alle Erfolgsfaktoren und wichtigen Aspekte einer effizienten und wirksamen abfallwirtschaftlichen Bewusstseinsbildungs-Arbeit aufzählt, bekommt man eine ziemlich lange Liste, die kaum bislang eine Kampagne erfüllen konnte. Das Umweltbildungsprogramm ARA4kids, das seit September 2013 laufend weiterentwickelt wurde, schafft mittlerweile dieses Kunststück. Das aktuelle VABÖ-Blatt widmet sich daher mit seiner neuen Schwerpunktausgabe dieser Kampagne, die in den nächsten Jahren auf ganz Österreich ausgedehnt wird und großes Potential auch für inhaltliche Erweiterungen auf andere Abfallströme als nur Verpackungsabfälle birgt.

Mit ARA4kids ist es der ARA gelungen, eine der erfolgreichsten Umweltbildungskampagnen Österreichs ins Leben zu rufen. Das Konzept erweist sich als höchst flexibel und anpassungsfähig, so dass es mit unterschiedlichen Bausteinen dauerhaft in landesweite bzw. regionale Abfallöffentlichkeitsarbeit integriert werden kann. Im Laufe der Zeit wurden neue Elemente entwickelt und mit jedem regionalen Projekt gewann das Projektteam neue Erfahrungen, nicht zuletzt aufgrund der laufenden engen Kooperation mit AbfallberaterInnen und PädagogInnen, die in die weitere Entwicklung einflossen.

Das Gesamtpaket der Einzelelemente von ARA4kids besteht aus zahlreichen, nahezu beliebig kombinierbaren Elementen und Modulen, die auch künftig noch erweiterbar sind. Das Umweltbildungsprogramm ist quasi wie eine Kampagnenorgel mit vielen Tasten, Pfeifen und Registern, mit denen man unglaublich vielfältige „Stückerln spielen“ kann. Die unterschiedlichen Bausteine sollen die verschiedenen Sinne ansprechen. Neben Hörbuch, Comic-Heft mit Wimmelbildern, Spielen, Bastelanleitung und Geschichten kommt ein Ausmalbuch zum Einsatz. Darüber hinaus bietet die Website www.ara4kids.at Anregungen und Unterrichtsmaterial für die Umweltbildung. Eine Lehr- und Lernmappe dient den PädagogInnen zur Einführung in die Thematik, bringt Grundlageninformation, Praxisbeispiele und didaktisches Material.

Nach den ermutigenden Erfahrungen der letzten 3 Jahre, der Komplettierung der Bausteine des Programmes und der ersten erfolgreichen Umsetzung in einem ganzen Bundesland ist nunmehr die flächendeckende Ausdehnung des Umweltbildungsprogramms ARA4kids schrittweise auf ganz Österreich geplant.

Inhaltlich dreht sich bei ARA4kids derzeit alles um die klassischen Packstoffe. Aber das Programmdesign und die Materialien sind auf jeden Fall weiter entwickelbar, denn die Helden der Geschichte, Tobi Trennguru und die Kids von der Glückskäferbande, könnten sich in den nächsten Jahren ja durchaus mit anderen Themen und HeldInnen anfreunden, etwa dem berühmten Alfons Trennfix und dessen Freunden, wie dem Kompostwurm.

Zahlreiche Anregungen, Tipps für Materialien und weiterführende Infos für die praktische Arbeit finden Sie im aktuellen VABÖ-Blatt Nr. 4/2016,
Download hier ...


03. Bewegung, Blog, Kongress in Wien:
Das gute Leben für alle - konkrete Utopie als emanzipatorische Antwort

Das gute Leben für alle

In der aktuellen Übergangszeit, die von Verunsicherung, Angst und Pessimismus geprägt ist, beschreibt das gute Leben für alle eine Welt, in der das freie Zusammenleben friedlich und solidarisch organisiert wird. Es ist eine Utopie von einem Gemeinwesen, das mit unserem derzeitigen Stand technischer und zivilisatorischer Entwicklung durchaus verwirklichbar wäre. "Das gute Leben für alle" ist inzwischen zu einer kräftigen Bewegung geworden, vom 9. - 11. Februar trifft sich diese schon zum zweiten Mal an der Wirtschaftsuniversität Wien beim Kongress "Gutes Leben für alle 2017".

Vieles an unserer Gesellschaft und Lebensweise in reichen Ländern ist bewahrenswert, manches könnte anders organisiert werden und würde neue Möglichkeiten eröffnen, ein gelungenes Leben auch mit geringerem Ressourcenverbrauch und nicht auf Kosten anderer zu führen. Das gute Leben für alle ist kein Brief ans Christkind voller naiver Wünsche, sondern eine konkrete Utopie, ein in Geschichte und aktuellen Entwicklungen geerdetes Konzept. Es ist die Utopie einer Zivilisation, in der gut Leben nicht Privileg weniger bleibt. Seit der Antike beruht die Tragik westlicher Zivilisationen darauf, kulturellen Fortschritt immer nur für wenige zu ermöglichen. Die Utopie einer Gesellschaft der Freien und Gleichen, wie sie mit der Französischen Revolution erstmals geschichtsmächtig wurde, ist das uneingelöste zivilisatorische Versprechen Europas.

Gerade die kommunale Umwelt- und Abfallberatung eignet sich hervorragend als Vehikel zur Förderung lokaler emanzipatorischer Initiativen abseits von Markt und Staat, die Impulse für ein nachhaltiges gutes Leben für alle zum Inhalt haben, dazu gehören Reparaturinitiativen, Nachbarschaftsgärten, Food-Coops, sozialwirtschaftliche Re-Use-Shops, Fahr- und Einkaufsgemeinschaften, Selbermach-Kurse, Wohngruppen, Bauernmärkte, Erneuerbare-Energie-Genossenschaften, Direktvermarktungsinitiativen und noch vieles mehr. Einfach zum Kongress kommen und inspirieren lassen!

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04. 20 Milliarden Glasverpackungen recycelt
40 Jahre Glasrecycling in Österreich

40 Jahre Glasrecycling in Österreich
AGR als Pionier bei der Entwicklung
nachhaltiger Unternehmensführung: Globaler
Vordenker Jakob von Uexküll und AGR-
Geschäftsführer Harald Hauke
Foto: Austria Glas Recycling/
Wolfgang Fürst

Eines der wenigen Recyclingsammelsysteme, die älter als die kommunale Umwelt und Abfallberatung in Österreich sind, aber dabei weit in die Zukunft denkt, ist das Altglassammelsystem der Austria Glas Recycling (AGR). Schon seit 1977 sammelt man in Österreich Altglas, um dieses dem Recycling zuzuführen. 1978 wurden bereits stattliche 29.187 Tonnen gesammelt, 2016 waren es über 230.000 Tonnen Altglas, ein Ergebnis, das unserem Land seit Jahren eine Top-Position im internationalen Vergleich sichert. (Quelle: AGR)

Die NON-Profit Organisation AGR – heute ein Unternehmen der ARA – steuert und organisiert gemeinsam mit privaten und kommunalen Entsorgungsunternehmen das österreichische Glasrecyclingsystem, unterstützt von den Kommunen und deren AbfallberaterInnen. Diese enge und professionelle Kooperation liefert die Basis für die Höchstleistungen bei den jährlichen Sammelergebnissen. Dazu AGR-Chef Harald Hauke: „40 Jahre Glasrecycling in Österreich bedeutet 40 Jahre stetige Verbesserung. Wir sammeln mittlerweile pro Jahr 8 Mal mehr als in den 1970er Jahren. Kontinuierliche Weiterentwicklungen, die hervorragende Zusammenarbeit vieler spezialisierter Unternehmen, eine ausgefeilte Infrastruktur, laufende Information und daraus resultierend das Wissen der Bevölkerung um die Wichtigkeit von Recycling machen dies möglich.“

40 Jahre Glasrecycling bedeutet überdies 40 Jahre Umwelt- und Klimaschutz. Jede Flasche, die im Weiß- oder Buntglascontainer entsorgt wird, wird eingeschmolzen und tatsächlich zu einer neuen Flasche. Dieser Prozess bringt enorme Einsparungen an Primärrohstoffen und Energie. Die jährliche Ersparnis an elektrischer Energie im Ausmaß von rund 225.000.000 kWh entspricht etwa dem Bedarf einer Stadt mit 51.000 Haushalten. Darüber hinaus werden CO2-Emissionen in beträchtlichem Ausmaß reduziert. Würde man die 20 Milliarden Glasverpackungen aneinanderreihen, könnten wir damit bereits über 120 Mal die Erde umrunden.

Was die Altglassammlung für AbfallberaterInnen schon immer sympathisch gemacht hat: Es handelt sich um das einzige "echte" Recycling, ohne Qualitätsverlust bei den gewonnen Sekundärrohstoffen, also ohne "Downcycling". Dies ist bislang bei keinem anderen Recyclingprozess möglich und hängt mit den schon seit Jahrtausenden genutzten und geschätzten optimalen Materialeigenschaften des Packstoffes Glas zusammen.

Aber die AGR sammelt nicht einfach nur Altglas, sondern sieht sich heute auch in einer Pionierrolle bei der Entwicklung nachhaltiger Unternehmensführung. Neben ihren vielfach preisgekrönten jährlichen Nachhaltigkeitsberichten beschäftigt sie sich im Rahmen ihrer zahlreichen Stakeholderbeziehungen immer wieder mit Fragen globaler gesellschaftlicher Veränderungsprozesse vor dem Hintergrund zunehmender ökologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Instabilität. Lesenswert dazu sind die spannenden Blogbeiträge unterschiedlichster ExpertInnen im Blog der Austria Glas Recycling "Die wunderbare Welt des Glasrecyclings" auf www.glasrecycling.at

Zum Blog der Austria Glas Recycling gehts hier ...

Mehr Infos zu 40 Jahre AGR hier...


05. Buchtipp: Handbuch für IdealistInnen und QuerdenkerInnen
Und jetzt retten wir die Welt!

Handbuch Und jetzt retten wir die Welt!

Die Chancen unsere Welt zu retten, standen für uns noch nie so gut wie heute. Das klingt verrückt? Aber schenkt man den JournalistInnen und AktivistInnen Ilona Koglin und Marek Rohde Glauben, geht es! Warum das so ist und wie es funktionieren kann, zeigen die beiden in ihrem Buch zur Initiative "Und jetzt retten wir die Welt!" Kommunalen Umwelt- und AbfallberaterInnen kann das Buch als Inspiration für eigene regionale Aktionen zur Förderung ressourcenschonender Lebensstile empfohlen werden (Quelle: Kosmos)

Das Buch regt zum Nachschlagen, Nachdenken und Mitmachen an. In einer Lesereise durch 18 Themengebiete, liefert es Ideen von knapp 50 VordenkerInnen und VisionärInnen für den Alltag. Es zeigt wichtige Zusammenhänge auf, bietet mehr als 450 weiterführende Tipps und Web-Links und erklärt in praktischen Aktionen, wie jede und jeder von uns Schritt für Schritt zu einer nachhaltigen Lebensweise findet. So kann jede Person nicht nur sich und die eigene Umgebung verändern, sondern auch die eigene Straße, die eigene Stadt, das eigene Land und schließlich auch die ganze Welt – und zwar gemeinsam mit vielen anderen Menschen. Das Buch ist Teil der gleichnamigen Initiative, die über eine Webseite, Kooperationen sowie Online- und Offline-Aktionen Millionen von Menschen aus allen Bereichen zum Weltretten bewegen will. Übrigens ist das Buch selbst schon ein Pionier, denn es ist eines der ersten, das nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip produziert ist. Das heißt es ist rundum umweltfreundlich.

Zum Buch geht's hier...

Zur Homepage zum selber aktiv werden oder Vernetzen geht's hier...


06. Gratis Unterhaltung für Freibad-NutzerInnen:
Ennser Bücherturm lädt zum Lesen ein

Öffentliche Bibliothek Enns
Öffentliche Bibliothek Enns

Dem Lesen mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu widmen und die Lust aufs Lesen zu fördern steckt hinter der Idee, eine ausgediente Telefonzelle in ein Buchregal umzubauen und im Ennser Erlebnisbad mit Unterstützung der MitarbeiterInnen des Ennser Bauhofs aufzustellen.

Wolfgang Kastner vom Team der Öffentlichen Bibliothek Enns organisierte die Adaptierung der Telefonzelle (zur Verfügung gestellt von A1) und hat sie mit Buchregalen versehen. Die Außengestaltung übernahm Georg Schuchlenz, ein Student der Kunstuni Linz.

Seit Mai ist der "Ennser Bücherturm" mit Buchspenden und ausgemusterten Bibliotheksexemplaren bestückt und wird vom Büchereiteam in regelmäßigen Abständen mit neuem Lesestoff befüllt. Während der gesamten Badesaison steht dieser den Badegästen zur Verfügung. Das Angebot reicht von Bilderbüchern, Kinderbüchern in mehreren Altersstufen bis zu Büchern für Erwachsene und Zeitschriften.

Die Bücherzelle funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Bücher während des Badeaufenthalts herausnehmen, lesen und zurückstellen. Der Lesestoff kann gerne auch zum Weiterlesen mit nach Hause genommen werden, sollte jedoch wieder zur Buchzelle zurückgebracht oder zu den Öffnungszeiten in der Bibliothek abgegeben werden. Die Ausleihe ist mit keinen Kosten oder Formalitäten verbunden.

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07. Vorreiter im Kampf gegen die Treibhausgas-Emissionen:
Frankreich verbietet Plastikgeschirr

Frankreich verbietet Plastikgeschirr
Foto: pixabay.com

Kein Rotwein mehr aus dem Plastikbecher, kein Baguette mehr vom Plastikteller. Wer in Zukunft ein Picknick in Frankreich machen möchte, der muss demnächst auf Altbewährtes verzichten - das Einweg-Geschirr. Im Rahmen des Energiewende-Gesetzes "Energy Transition for Green Growth Act" sollen die Franzosen ab 2020 dann entweder Geschirr aus Porzellan oder aus Materialien benützen, die biologisch abbaubar sind. (Quelle: Süddeutsche/Land Salzburg)

Jedes Jahr werden in Frankreich etwa 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen, wovon nur ein Bruchteil recycelt wird. Schon im Juli hatte das Land Einkaufstüten aus dünnem Plastik verboten - etwa 17 Milliarden wurden dort pro Jahr verbraucht.

Auch an den Kaffeeautomaten in den Kantinen des Landes wird es keine Plastikbecher mehr geben. Die MitarbeiterInnen müssen dann ihre eigenen Kaffeebecher mitbringen. Alleine in Frankreich werden der Nachrichtenseite The Local zufolge jedes Jahr etwa 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen, wovon nur ein Bruchteil recycelt wird.

Mit dem Gesetzespaket zur Energiewende möchte Präsident François Hollande das Land zum "Vorreiter im Kampf gegen die Treibhausgas-Emissionen" machen. Schon im Juli hatte Frankreich Einkaufstüten aus dünnem Plastik verboten - etwa 17 Milliarden.

Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung geht's hier...

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08. Elektrisierendes Abfalltrennen:
AWV Radkersburg bietet Elektro-Transporter zum Mülltrennen an

Elektro-Transporter zum Mülltrennen
Foto: AWV Radkersburg

Mit dem neuen Elektroauto kommt der AWV Radkersburg der eigenen Energievision wieder einen Schritt näher. Das neue Auto steht den MitarbeiterInnen als Dienstauto und allen KundInnen zum Ausborgen zur Verfügung. Für nur 10,- Euro ist das Elektroauto für max. 3 Stunden zu haben. Damit kann z.B. ein Fernseher, eine Waschmaschine oder ein Kühlschrank einfach ins Altstoffsammelzentrum (ASZ) transportiert werden. Geladen wird der E-Lieferwagen an der betriebseigenen Ladestation, die von der am Dach montierten Photovoltaikanlage gespeist wird. Der optimale Kreislauf – vom Dach in den Tank also! (Quelle: AWV Radkersburg)

Vor mehr als zehn Jahren hat der Abfallwirtschaftsverband (AWV) Radkersburg zusammen mit der steirischen Region Vulkanland die Energievision 2025 ins Leben gerufen. Der Begriff Energie wurde dabei in drei Kategorien eingeteilt, nämlich in Strom, Wärme und Mobilität. Eine spürbare Verbesserung in allen drei Kategorien war schon damals das ambitionierte Ziel und „100% eigene Energie“ die mutige Vision.

„Nachhaltigkeit ist beim AWV Radkersburg kein leeres Schlagwort“, meint dazu der Obmann, Bürgermeister Josef Doupona. „Der AWV Radkersburg wird damit auch seiner Vorbildwirkung wieder einmal gerecht!“ Geschäftsführer Wolfgang Haiden meint: „Wir rechnen mit rund 200 BürgerInnen pro Jahr, die den Elektrolieferwagen ausborgen werden und insgesamt rund 10.000 Kilometer umweltfreundlich damit fahren“. Somit ist Abfalltrennen im AWV Radkersburg ab sofort nachhaltig elektrisierend!

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09. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns:
Psychologie im Umweltschutz

Handbuch Psychologie im Umweltschutz

Das Handbuch der Psychologie im Umweltschutz erklärt anhand eines psychologischen Modells, wie wir nachhaltiges Handeln besser verstehen und fördern können. Als erstes deutschsprachiges Werk fasst es den Wissensschatz der angewandten Umweltpsychologie wissenschaftlich fundiert und praxisnah zusammen.

Ob wir uns vegetarisch ernähren, Fahrrad fahren oder eine Solaranlage bauen: Fortwährend treffen wir Entscheidungen im Sinne der Umwelt – oder auch nicht. Was uns dabei leitet und motiviert, erforscht die Umweltpsychologie. Wichtige Themen wie Selbstwirksamkeit, soziale Normen und Emotionen erhalten im Buch jeweils ein eigenes Kapitel. Leitfragen und alltagsnahe Beispiele ermöglichen eine direkte Anwendung im Umweltschutz. Das Handbuch richtet sich damit an alle, die ihre Umweltschutzprojekte und ihre Kommunikation wirksamer gestalten möchten – sei es in der kommunalen Umwelt- und Abfallberatung, im pädagogischen Bereich, beim urbanen Gärtnern, im Umweltaktivismus oder bei der Arbeit für Umweltorganisationen, anderen gemeinnützigen Organisationen oder Kommunen.

Dieses Handbuch bietet sich besonders für Aktionen vom Umweltschutzgruppen und -organisationen oder von Kommunen an. Die Lektüre soll Schritt wir Schritt das Thema "individuelle Verhaltensänderung" näherbringen, um so zu bewirken, dass zukünftig sicherer, wirksamer und selbstbewusster damit umgegangen werden kann.

Erhältlich ist das Buch hier...

 

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