VABÖ-Newsletter Mai 2016

27.05.2016

Wenn Sie interessante Infos haben, die andere AkteurInnen in der Umwelt- und Abfall-Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinden, Verbände etc. interessieren könnte, senden Sie diese bitte an vaboe@arge.at.

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
Trappelgasse 3/1/18,
A-1040 Wien

E-mail: vaboe@arge.at
Internet: www.vaboe.at

ZVR: 522522855

01. Schwerpunktausgabe VABÖ-Blatt:
Mehrwegverpackungen in Österreich

VABÖ-Blatt 2016/01
VABÖ Blatt 2016/01

Die aktuelle 16-seitige Ausgabe des VABÖ-Blattes ist dem Thema "Mehrweg" gewidmet - endlich wieder eine umfassende Übersicht über den aktuellen Stand bei Mehrwegverpackungen in Österreich samt Hintergrundinfos zu Ökologie, Bezugsquellen, Handlungsmöglichkeiten - ein absolutes "must read" für alle, die in ihrer Arbeit Mehrweg unterstützen wollen.

Die Experten Christian Pladerer (Österr. Ökologie-Institut) und Elmar Schwarzlmüller (die umweltberatung Wien) beleuchten die "Leidensgeschichte" von Mehrweg seit 1990 und geben einen Überblick wo Mehrwegflaschen überhaupt noch erhältlich sind, welche Rolle Mehrweg bei Veranstaltungen und in den ersten verpackungsfreien Lebensmittelgeschäften spielt, welche Getränkeverpackungen am ökologischsten sind, wie die Situation in Deutschland aussieht und was man in der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der kommunalen Abfallberatung zur Mehrweg-Unterstützung tun kann, und vieles mehr.

Mehrweg ist schon seit Beginn der Umwelt- und Abfallberatung eines der kontroversesten Themen. Viele erinnern sich noch daran, als im Zusammenhang mit dem Aussterben der Milch-Pfandflasche in den frühen 90ern das einzige Mal in der Geschichte die Glocke des Grazer Uhrturms „dreizehn“ schlug und die Firma Tetrapak sich beim Erhalt des „Müllvermehrungspreises“ bei der auslobenden ARGE Müllvermeidung vor 200 geladenen Gästen mit der umweltfreundlichsten aller Milchverpackungen bedankte, und der Vorsitzenden Dagmar Grage eine waschechte Kuh auf der Bühne übergab. Heute wie damals bewegt das Thema Mehrweg die Gemüter – Zeit für den VABÖ, Mehrweg ein eigenes VABÖ-Blatt zu widmen.

Download VABÖ-Blatt 1/2016 hier...


02. 5. Juni: Weltumwelttag:
Setz ein Umwelt-Zeichen!

Umweltzeichentag 05.06.2016
Umwelt-Zeichen-Tag Banner

Es ist bereits Tradition, dass am Weltumwelttag, dem 5. Juni, Lizenznehmer und Partner des Österreichischen Umweltzeichens ein besonderes Zeichen setzen: Gemeinsam wird der Umwelt-Zeichen-Tag begangen.

Rund um diesen Tag setzen engagierte Unternehmen und Bildungseinrichtungen ein Zeichen für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Vielfalt des Netzwerkes des Österreichischen Umweltzeichens spiegelt sich auch in den Aktivitäten zum Umwelt-Zeichen-Tag wider: Im Tourismus werden Gäste besonders auf regionale Lebensmittel hingewiesen, in den Geschäften gibt es Rabatte auf ausgezeichnete Umweltzeichen-Produkte und im Bildungsbereich geht es um bewussten Umgang mit wertvollen Ressourcen. Alles Themen, die bei Umsetzung des Österreichischen Umweltzeichens im eigenen Wirkungsbereich eine Rolle spielen.

Das Österreichische Umweltzeichen-Netzwerk umfasst derzeit 945 Lizenznehmer aus verschiedensten Branchen und Bildungsbereichen. Bewusster Konsum, umsichtiger Umgang mit Ressourcen, nachhaltiges Wirtschaften und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sind wesentliche Ziele des Österreichischen Umweltzeichens. Den KonsumentInnen und BeschafferInnen zeigt das Siegel umweltfreundliche Alternativen auf, die einen hohen Umweltstandard mit Qualität, Produktsicherheit und Gesundheitsförderung verbinden.

Zentrale Plattform für den Umwelt-Zeichen-Tag ist die Homepage des Österreichischen Umweltzeichens: www.umweltzeichen.at.

Weiters interessant ist die Facebook/Weltumwelttag,
Tipps für jeden Tag unter facebook/gruenerleben.


03. Highlights der Abfallwirtschaftstagung 2016:
Vogelperspektive, Visionen, Zukunftsstrategien

Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2016
ÖWAV

Die heurige Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2016 des ÖWAV, die vom 11. bis 13. Mai 2016 in Wien stattfand, gehörte seit langem zu den besten Events ihrer Art: Schon lange gab es keine derartige Dichte und Tiefe mehr an umfassenden Zukunftsimpulsen, ganzheitlicher abfallwirtschaftlicher Gesamtschau, offener Diskussion grundsätzlicher Zielkonflikte (z.B. "Recycling um jeden Preis") und Darstellung von gesamt-abfallwirtschaftlichen Planungsperspektiven für die nächsten Jahre und Jahrzehnte - fachlich und präsentatorisch hochqualitative strategische "Nahrung" für alle Akteure!

Die Highlights der Tagung: Der "Maestro" der österreichischen Abfallwirtschaft, Paul Brunner und Astrid Allesch evaluierten erstmals umfassend anhand wissenschaftlich untermauerter Benchmarks die zentrale Frage, ob denn die Ziele des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes erreicht wurden. Angesichts der knapper werdenden Ressourcen stellte Roland Pomberger eindrucksvoll dar, wieviele Primärrohstoffe durch Sekundärrohstoffe ersetzt werden können und wo hier die - oft gerne verdrängten - Grenzen liegen. Walter Hauer konnte anschaulich darlegen, dass die EU-Verwertungsziele mit klassischem Recycling allein nicht erreichbar sind, es brauche einerseits die Einbeziehung bisher eher stiefmütterlich berücksichtigter Stoffströme wie Verbrennungsrückstände in einen vernünftigen Verwertungsmix, andererseits würde auch das allein nicht ausreichen, und so plädierte Hauer für mehr Innovation, "kreative Ansätze" und vor allem auch für die strategische Einbindung der bisher in der Abfallwirtschaft eher vernachlässigten Re-Use-Aktivitäten in die Planungen.

Dass die klassische abfallwirtschaftliche Öffentlichkeitsarbeit über gedruckte Informationen und allenfalls noch Websites nur mehr eine aussterbende Zielgruppe erreicht, machte Jugendkulturforscher Bernhard Heinzlmaier deutlich, er zeigte, wofür sich die Menschen wirklich interessieren und wohin der Trend geht. Saubermacher-Vorstand Ralf Mittermayr schlug in eine ähnliche Kerbe: Es reiche keineswegs aus, die abfallwirtschaftlichen Informationen so aufzubereiten, dass sie, beispielsweise über die immer mehr verbreiteten Abfall-Info-Apps in die Smartphones der Zielgruppe gelangen, wenn sie dort in der allgemeinen Informationsflut untergehen, weil sich die User dafür nicht primär interessieren. Vielmehr müsse die abfallwirtschaftliche Info in Apps "verpackt" werden, die jene Informationen bieten, welche Menschen aktiv täglich nachfragen, wie z.B. Öffnungszeit und Ort der nächstgelegenen Apotheke. Er stellte die App "Daheim" vor, die genau diesen Perspektivenwechsel hin zum User-Interesse berücksichtigt, und so Abfall-Infos auf einem Umweg, aber dafür effizienter verbreiten kann.

Fazit: Viele Inspirationen, überraschende Aha-Erlebnisse, und vor allem wieder ein nettes Meeting der österreichischen "Abfallwirtschaftsfamilie"!

Die Vorträge gibts zum Download hier...


04. Die besten Projekte gegen Lebensmittelverschwendung:
Verleihung des VIKTUALIA Awards 2016

VIKTUALIA AWARD 2016
Foto: BMLFUW/Christopher Fuchs

Der VIKTUALIA Award ist DIE österreichische Auszeichnung für einen besseren Umgang mit Lebensmitteln und wurde am 18. April 2016 zum vierten Mal vergeben. Mit der Auszeichnung soll das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln gestärkt werden. Von den vielen Einreichungen hat eine Fachjury je ein Siegerprojekt aus den sechs Kategorien (Wirtschaft, Gastronomie und Großküchen, Landwirtschaft und Regionale Projekte, Schul- und Jugendprojekte, Soziale Initiativen und Projekte und Privates Engagement) gekürt.
(Quelle: BMLFUW)

"Gläser mit Geschichte" ist das Projekt vom Verein "Best of the Rest", der gerettete Lebensmittel verkocht und in Gläser abfüllt. Der Betrieb "SPA Therme Blumau Betriebs GmbH" verarbeitet im Projekt "Lebensmittelkreislauf" seine aus dem Umfeld bezogenen Produkte und sichert damit die Wertschöpfung biologischer Ressourcen. Überschüssiges Obst wird bei der "Obstbörse Vorarlberg" von "Obst- und Gartenkultur Vorarlberg" zwischen Anbietenden und Nachfragenden vermittelt. "Save and Share" ist das Projekt vom Bundesgymnasium Dornbirn, wo überschüssiges Essen aus der Schulkantine nach Betriebsschluss für Flüchtlinge zugänglich gemacht wird. Der Verein Start Up startete das Projekt "Verein Start Up" und bringt Lebensmittel, die im Handel nicht mehr abgegeben werden, ins Sozialzentrum. Das "(GRAT)Korn-Laberl" wird vom "Kostnixladen Gratkorn" gemacht und ist eine Verarbeitungsform von altem Brot und somit eine willkommene Alternative zum Schnitzel. Ein Sonderpreis wurde an das Projekt "Essen verschwenden ist Mist" von der Umweltinitiative "Wir für die Welt - Mutter Erde" gegeben. Unter diesem Titel soll Bewusstsein für das Thema geschaffen werden.

Die Verleihung des VIKTUALIA Awards 2016 war außerdem ein Green-Event, welches gemäß den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens über die Bühne ging.

Nähere Informationen hier...


05. Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit:
ÖÖI und Greenpeace testen und erforschen Österreich

Lebensmittelverschwendung in Österreich
Foto: jbloom/tinyurl.com

Rund 760.000 Tonnen Lebensmittelabfälle und -verluste fallen jedes Jahr in Österreich entlang der Wertschöpfungskette an – (nicht eingerechnet Landwirtschaft und Produktion). Zu diesem Ergebnis kam der Lagebericht des Österreichischen Ökologie-Instituts (ÖÖI), der von WWF und MUTTER ERDE im März präsentiert wurde. Der Greenpeace-Marktcheck nimmt seit Oktober 2015 die österreichischen Supermärkte unter die Lupe: Geprüft werden sowohl die Nachhaltigkeit der Produkte als auch die Ökobilanz der Märkte und Handelsunternehmen.

Unnötige Lebensmittelabfälle müssen vermieden werden - das ist ganz klar. Dazu werden im Lagebericht vom ÖÖI einige Maßnahmen vorgeschlagen. Die erste Handlungsempfehlung für Österreich ist die Erstellung einer nationalen Strategie und eines österreichweiten Umsetzungsplan mit dem Ziel einer Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030. Aber auch kurzfristige Maßnahmen wie zum Beispiel eine Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums für bestimmte Produkte wie Salz oder Zucker werden hier vorgeschlagen.

Aufgrund der fehlenden Daten in den Bereichen Landwirtschaft und Produktion arbeitet das ÖÖI bereits an einer Folgestudie in diesen Themenfeldern, um die Datenlage weiter zu verbessern und es für Österreich somit zu ermöglichen, die enorm hohe Tonnage von Lebensmittelabfällen zu vermindern.

Der Marktcheck von Greenpeace hilft KonsumentInnen beim Einkauf, denn als unabhängige Instanz in ökologischen Konsumfragen prüft Greenpeace, wie umweltfreundlich die angebotenen Produkte und wie energieeffizient die Märkte selbst sind. Die Tests von Greenpeace-Marktcheck werden immer in der ersten Woche im Monat auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Zum Lagebericht des Österreichischen Ökologie-Instituts geht's hier...

Zum Marktcheck von Greenpeace geht's hier...


06. RIKKI - Schlauberger vermeiden Abfall:
10. Jubiläum des Vorarlberger Kindermaskottchens

Aktionstage Nachhaltigkeit

2006 wurde das Maskottchen RIKKI ins Leben gerufen und gilt nun seit 10 Jahren als DER Profi, wenn es im Land Vorarlberg um die Themen Abfallvermeidung, Recycling und Wertstoffe geht. Zahlreiche Projekte wurden in den vergangenen Jahren schon an Volksschulen, Kindergärten, bei Gemeindeveranstaltungen, Einkaufszentren und der Dornbirner Messe durchgeführt, RIKKI ist ein voller Erfolg! (Quelle: Land Vorarlberg)

Insbesondere für Volksschulen und Kindergärten ist der schlaue Fuchs eine große Hilfe, denn es gibt außerordentlich viele Unterrichtsmaterialien, vorgefertigte Spiele, Filme, Fotos etc. gratis entweder zum Downloaden oder zu bestellen. Die Symbolfigur in Sachen Abfall behandelt viele unterschiedliche Themen, wie z.B. Re-Use, zu welchen es Newsletter gibt. Auch die Website für Kinder, auf welcher man alles rund um Abfallvermeidung lernt, Lernspiele spielen kann oder spannende Geschichten lesen kann, ist wärmstens für Kinder zu empfehlen.

RIKKI ist für andere Bundesländer durchaus eine nachahmenswerte Anregung, denn die pädagogisch sehr wertvolle Aufbereitung und die Fülle an Materialien machen das Thema Abfall für Kinder spannend und aufregend.

Alle Infos hier...


07. Litteringkampagne Burgenland:
Sei keine Dreckschleuder – Straßengräben sind keine Mülldeponie

BMV Kampagne Dreckschleuder
Bild: BMV

Immer wieder landen Abfälle dort, wo sie nicht hingehören: achtlos weggeworfen oder illegal entsorgt auf Straßen, in Straßengräben oder auf Rastplätzen. Dieser Müll ist nicht nur eine optische Belästigung, sondern mindert auch die Lebensqualität der AnrainerInnen. Die Initiative „Sei keine Dreckschleuder – Straßengräben sind keine Mülldeponie“ will diese Missstände aufzeigen.

Die Kampagne verfolgt das Ziel, möglichst viele Personen im Burgenland zu erreichen. Die Zielpersonen sollen durch Berichterstattung in den Medien und Botschaften im öffentlichen Raum (Transparente an Autobahnbrücken, Transparente an Fahrzeugen der Straßenverwaltung, des Burgenländischen Müllverbandes und der Landesumweltanwaltschaft) zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung und zu einem umweltbewussten Verhalten im täglichen Leben bewegt werden. Jugendliche sollen gezielt über das Internet erreicht werden. Die Kampagne soll bewirken, dass jede/r AutofahrerIn den eigenen Müll dort entsorgt, wo er auch hingehört: Sorgfältig getrennt, in die jeweilige Tonne oder abgegeben bei der lokalen Abfallsammelstelle.

Zur Presseaussendung des BMV hier...


08. Nach Frankreich auch Italien:
Supermärkte müssen Lebensmittel spenden statt wegwerfen

Lebensmittelspendegesetz Italien
Bild: Schnapschuss / pixelio.de

Nun will auch Italien ein Gesetz verabschieden, nach dem Supermärkte kein Essen mehr wegschmeißen, sondern spenden müssen. Nach Frankreich sind unsere Nachbarn das zweite Land in Europa, welches auf legislativer Ebene gegen unnötige Lebensmittelabfälle vorgeht. Italiens Landwirtschaftsminister Maurizio Martina meint dazu:"Wir machen es für Unternehmen angenehmer, Lebensmittel zu spenden als diese wegzuschmeißen." (Quelle: INDEPENDENT)

Die bisherige Regelung sah vor, dass Restaurants, Bars und Supermärkte, welche spenden wollen, dies im Voraus Bescheid geben müssen. Das neue Gesetz hingegen setzt auf Anreize: Abfallgebührenreduktion für spendende Betriebe und Reduzierung des bürokratischen Aufwandes, um das Spenden für Unternehmen so einfach wie möglich zu machen. Durch diese Gesetzesänderung wird außerdem gestattet, dass noch genießbare Produkte auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gespendet werden dürfen.

Mehr Infos (auf Englisch) hier...


09. Sudan:
Erstes Recycling-Festival in Khartoum

Recycling Festival Khartoum, Sudan
Foto: Wikipedia, CCO: Petr Adam Dohnálek

Auch Afrika entwickelt verstärkt Umweltbewusstsein: In Sudans Hauptstadt Khartoum fand erstmals ein Recycling-Festival statt. Dabei hatten die BesucherInnen die Möglichkeit zu sehen, was sie mit ihrem Müll machen können, um diesen nicht einfach vor der Straße abzustellen, sondern etwas Brauchbares daraus zu machen. Pro Tag werden in Khartoum 5.000 Tonnen Müll erzeugt, wovon allerdings nur 65% von den zuständigen Behörden eingesammelt werden. Dies führt dazu, dass oftmals Müllhaufen vor den Häusern angezündet werden, um diese zu beseitigen. (Quelle: the guardian)

Beim Recycling-Festival wurden brauchbare Gegenstände wie etwa Sessel aus Zeitungen, Körbe, Tische etc. zur Schau gestellt und auch gezeigt, wie diese gebaut werden. 30 AusstellerInnen gaben dieses Know-How den rund 1.000 BesucherInnen weiter. Ein Ziel der Veranstaltung war es außerdem, zu zeigen, dass man auch mit geistigen oder körperlichen Barrieren selbst aktiv werden kann und nützliche Gegenstände bauen und eventuell verkaufen kann. Unter den DarbieterInnen waren viele Frauen, die Opfer von Gewalt waren oder Kinder, die aus armen Verhältnissen kommen. Somit ist dies nicht nur ein Erfolg in Richtung Umweltschutz, sondern auch in Richtung Selbstständigkeit von benachteiligten Menschen.

Mehr Info hier...


10. Ein Netzwerk für gute Nachbarschaft:
Gute Nachbarschaft ist nachhaltig - FragNebenan

Gute Nachbarschaft - FragNebenan
Grafik: FragNebenan / (c) Anna Hazod

Viele kennen das: Man wohnt in einem Wohnhaus und trifft hier und da jemanden im Stiegenhaus. Oft bleibt es allerdings bei diesen kurzen Bekanntschaften und viele kennen die Menschen, mit denen sie unter einem Dach leben, eigentlich nicht. Andererseits muss man für viele Bedürfnisse des täglichen Lebens oft weit fahren, viel Geld ausgeben oder unnötig Ressourcen verschwenden - mit ein wenig Nachbarschaftshilfe wäre das vermeidbar. Durch die Benutzung der Internet-Plattform "FragNebenan" können Sie dies nun verändern - und dadurch ein zufriedenes, nachhaltiges Miteinander gestalten.

Diese Art von sozialem Netzwerk ermöglicht es, die NachbarInnen nach Dingen zu fragen und in nette Interaktion mit den Mitmenschen zu treten, was zu mehr Zufriedenheit verhelfen kann. Dadurch wird man vielleicht zu einem weniger materiellen Konsum und einem bescheideneren und ressourcenschonenderen Lebensstil angeregt, da man ja nicht mehr alles selbst kaufen muss, sondern einfach die/den NachbarIn fragen kann. In Wien sind bereits 30.000 Menschen bei der Plattform registriert, diese gibt es seit Kurzem auch für Graz, Leoben und Kapfenberg. Die Vernetzung mit interessierten NachbarInnen wird dadurch erheblich erleichtert und Sie können ohne Probleme mit den Menschen in Kontakt treten. Eine wunderbare Idee, die immer mehr Zuspruch bekommt.

Glückliche und zufriedene Menschen brauchen weniger materiellen Konsum, gute Nachbarschaft kann dazu beitragen!

Zur Website von FragNebenan geht's hier...


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