VABÖ Newsletter Oktober 2016

10.10.2016

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VABÖ - Verband Abfallberatung Österreich
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Aktuelles VABÖ-Blatt:
Top-Thema EAG-Sammelziele 2019

VABÖ-Blatt 02/2016
Foto: Titelseite VABÖ-Blatt 2/2016

Die EAG-Sammlung gerät wieder in Bewegung: Nach nunmehr 11 Jahren Regelbetrieb in Herstellerverantwortung ist die EAG-Sammlung zwar gut etabliert, aber die Zukunft bringt immense Herausforderungen – Zeit für ein eigenes VABÖ-Blatt, das die Ergebnisse der heurigen Netzwerktagung von VABÖ und BMLFUW zum Thema „EAG Sammelziele 2019“ vertieft.

Bisher hatte Österreich als einer der europäischen „Best-Performer“ bei der getrennten Abfallsammlung relativ leichtes Spiel: Die bisherigen Ziele bei der getrennten Sammlung von EAG wurden mühelos übererfüllt. 2013 wurde mit 9 kg Sammelmenge pro Einwohner das 4-kg-Ziel mehr als verdoppelt, das ist Platz 5 in der EU. 2016 sind mind. 45% der durchschnittlichen Marktinputmenge (Basis 2013 – 2015) an Elektro- und Elektronikgeräten zu sammeln, auch das wird Österreich noch gut erreichen.

Aber ab 2019 sind dann 65% der durchschnittlichen Marktinputmenge (Basis jeweils vorangegangene 3 Jahre) zu sammeln oder 85% der gesamten anfallenden EAG-Menge (also inklusive illegaler Exporte, Fehlwürfe im Restmüll und EAG in anderen Schienen). Dieses Ziel ist höchst ambitioniert und ohne gemeinsame Anstrengung aller Akteure nicht erreichbar, zumal der Wert für 2014 zwar über 45% aber noch unter 50% der Marktinputmenge lag. Die "Fehlmengen" liegen zum größten Teil in eher unerfreulichen Bereichen: illegale Sammlung und mangelnde Meldemoral vieler Kommunen, 1:1-Rücknahmestellen und gewerblichen Anfallstellen.

Das vorliegende VABÖ-Blatt nennt die Probleme beim Namen und zeigt Lösungsansätze auf. Ausserdem wird der aktuelle Stand zum "brandheißen" Thema Lithiumbatterien berichtet.

Zur Download-Seite gehts hier...


02. Würdigung der wichtigsten Projekte im letzten Jahr:
ARA zeichnet AbfallberaterInnen des Jahres 2015 aus

ARA Preisverleihung AbfallberaterInnen 2015
Foto: © ARA

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und das Magazin Umweltschutz verliehen heuer bereits zum 19. Mal Preise an besonders engagierte AbfallberaterInnen. Die Jury kürte die besten Projekte in den Kategorien "Abfallvermeidung" und "Getrennte Sammlung" und vergab einen Sonderpreis in der Kategorie „Reinwerfen statt Wegwerfen“. Zudem wurde die Abfallberaterin Silvia Thor für ihr persönliches Langzeitengagement ausgezeichnet. In diesem Jahr überzeugten Einreichungen aus Graz, Wien und Niederösterreich.

Erich Valentin (Vorsitzender im Gemeinderatsausschuss Umwelt und Wiener Stadtwerke), Sektionschef DI Christian Holzer (BMLFUW) und Obersenatsrat DI Josef Thon (Leiter der MA 48) würdigten die hervorragende Arbeit und die großartigen Projekte der AbfallberaterInnen. Gemeinsam mit Eberhard Fuchs vom Magazin Umweltschutz überreichte ARA Vorstand Ing. Werner Knausz die Auszeichnungen und gratulierte den GewinnerInnen zu ihren wertvollen Projekten. Mit dem AbfallberaterInnenpreis bedanken sich die ARA und das Magazin Umweltschutz bei jenen UmweltexpertInnen, die der Bevölkerung tagtäglich mit ihrer Expertise und Kompetenz auf dem Gebiet der Vermeidung und Trennung von Abfall zur Seite stehen. „Es ist der langjährigen Arbeit, der Einsatzfreude und dem profunden Wissen der AbfallberaterInnen zu verdanken, dass die Trennmoral in Österreich diesen hohen Stellenwert hat“, so ARA Vorstand Ing. Werner Knausz. Der VABÖ schließt sich den Gratulationen im Namen aller KollegInnen an!

„Zu gut für die Tonne“ – im Zuge dieser Initiative des AbfallberaterInnenteams um DI Dr. Alexandra Loidl wurde die Grazer Bevölkerung über die Vermeidung und Einsparung von Lebensmittelabfällen informiert. Vom Schulworkshop über den online-Stadtplan bis hin zum Kurzfilmwettbewerb: Zum Einsatz kamen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung sowie praktische Handlungsanleitungen.

Ein AbfallberaterInnenteam um DI Ingrid Pirgmayer von der MA48 entwickelte ein Quiz für digitale Individualisten: Die MA 48 Abfallberatung bietet Schulstunden und Workshops für alle Schulstufen an. Während in der Volksschule der vermittelte Stoff durch Spiele gefestigt wird, ist es in höheren Schulstufen nicht immer leicht, das Gehörte noch einmal zu wiederholen. Jugendliche können mit dem entwickelten Quiz direkt und unkompliziert am eigenen Handy Fragen beantworten und so spielend die Inhalte wiederholen.

Den Sonderpreis „Reinwerfen statt Wegwerfen“ bekam der Abfallberater Johannes Kadla vom Abfallverband Melk für seine private Eigeninitiative: Sein Projekt richtete sich an RaucherInnen und hatte die Vermeidung von achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln zum Ziel. Beim Pilotversuch während des Beserlparkfestivals kam der vom Gewinner selbst designte, praktische und optisch ansprechende Taschenbecher erstmalig zum Einsatz.

Abfallberaterin Silvia Thor vom Gemeindeverband Gmünd wurde für ihre langjährige und engagierte Arbeit ausgezeichnet. Sie wurde gleich 18 Mal genannt – noch nie zuvor gab es so viele Nominierungen.

Mehr Infos hier ...


03. VCÖ:
Lebensmittelverschwendung verursacht unnötigen LKW-Verkehr

Lebensmittelverschwendung verursacht unnötigen LKW-Verkehr

Einen bislang kaum beachteten Aspekt der Lebensmittelverschwendung hat nun der VCÖ präsentiert: Rund 491.000 Tonnen Lebensmittelabfälle der Haushalte, Gastronomie und des Handels gelten als vermeidbar. Lebensmittelverschwendung verursacht viel unnötigen Lkw-Verkehr: Neben den Lkw-Fahrten zu den Filialen schlagen sich die Mülltransporte zu Buche, betont der VCÖ. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um Lebensmittelverschwendung zu verringern. (Quelle: VCÖ)

„Würden alle vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Lkw geladen werden, ergibt das eine Lkw-Kolonne, die von Wien nach Bregenz reicht“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Besonders schwer wiegt das Gewicht der weggeworfenen Kilometer bei Lebensmitteln, die zuvor tausende Kilometer quer durch Europa oder gar aus Übersee mit Schiff oder Flugzeug transportiert wurden.

Rund 30 Prozent der in Österreich transportierten Güter sind Konsumgüter, das sind mehr als 140 Millionen Tonnen pro Jahr, macht der VCÖ aufmerksam. Rund 80 Prozent der Konsumgüter werden mit dem LKW transportiert. Ein wichtiger Faktor sind Lebensmittel: Jeder zehnte Transport in Österreich ist ein Lebensmittel-Transport.

„Die von Lebensmittelverschwendung verursachten LKW-Fahrten verschmutzen durch ihre Abgase die Luft, belasten das Klima, verursachen teure Straßenschäden und tragen zu Staus bei“, macht VCÖ-Expertin Rasmussen auf die verkehrlichen Folgen aufmerksam. Dazu kommen die direkt durch die Lebensmittelherstellung verursachten Lkw-Fahrten (z.B. Transport von Rohstoffen, Zutaten) sowie die Transporte der Müllentsorgung. Rechnet man mit einer durchschnittlichen Beladung von acht Tonnen pro Müllwagen, dann wären allein für die Entsorgung der vermeidbaren Lebensmittelabfälle mehr als 60.000 Lkw-Fahrten nötig.

Mehr Informationen (VCÖ) hier...


04. Neue Spitzenposition:
Getränkebecher gehören zu den größten Umweltverschmutzern

Einweg-Getränkebecher sind Umweltverschmutzer
foto: Klicker / pixelio.de

Die Menge aller Unterwegs-Getränkebecher für heiße und kalte Getränke hat sich seit der Jahrtausendwende verdreifacht - das Abfallaufkommen steht noch dazu in keinem Verhältnis zur Nutzungsdauer der Becher. Diese beträgt nämlich durchschnittlich gerade mal 15 Minuten. (Quelle: salzburg.gv.at)

Nach dem Genuss der Getränke landet die Mehrzahl der Becher dann meist im Restabfall - nicht zuletzt deswegen, weil der Kaffee oder Kakao unterwegs getrunken wird und im öffentlichen Raum oft keine Sortierbehälter nach Abfallfraktionen zur Verfügung stehen.

Wird ein Becher über den Restabfall entsorgt, kann man dies aber fast noch begrüßen, denn leider landet auch eine Vielzahl von ihnen einfach in der Landschaft wodurch nicht nur der Umwelt erheblich geschadet wird, sondern die Rohstoffe dabei vollständig verloren gehen. Ein werkstoffliches Recycling findet beim Restabfall nicht statt und der Becher landet schlussendlich in der Müllverbrennung. Aber nicht nur das Müllvolumen an sich stellt eine Umweltbelastung dar. Auch sonst verschlingt so ein Becher wertvolle Ressourcen. Für die Herstellung eines einzigen Bechers benötigt man mehr Wasser als in ihn hinein passen, nämlich etwa 0,5 Liter.

Die einzige Alternative, die sich zur Zeit anbietet, ist die Nutzung von Mehrweg-Bechern. Diese können von zuhause mitgebracht werden und in einigen Kaffee-Shops statt den umweltschädlichen Einwegbechern verwendet werden.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier...


05. Meere toxischer belastet als gedacht:
Mikroplastik zieht Schadstoffe an

Plastik im Meer zieht Schadstoffe an
Foto: pixabay.com

Die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) betrieb ein Forschungsprojekt, bei dem die Ergebnisse zeigen, dass Mikroplastik viel mehr Schadstoffe in den Gewässern annimmt und speichert, als bisher angenommen. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Mikroplastik gelangt durch Kosmetik und Reifenabtrieb aus dem Binnenland in die Meere, aber auch der Zerfall von am Ufer liegenden, bzw. im Meer schwimmenden größeren Plastikteilchen ist ein großer Faktor. Oft sind die winzigen Fragmente unter dem Mikroskop nicht von Sandkörnern zu unterscheiden. Die größte Problematik an Mikroplastik liegt darin, dass sie giftige Schadstoffe anziehen und annehmen, wodurch diese zusammen mit den Plastikteilchen in die Nahrungskette im Meer gelangen und schlussendlich durch den Verzehr von Meeresfrüchten und Fischen konzentriert auf unserem Teller landen.

Etliche Studien dazu, wie sich Mikroplastik auf kleine und große Organismen auswirkt, wurden bereits durchgeführt, mit dem Ergebnis dass die Meereslebewesen sehr unterschiedlich mit den Stoffen umgehen. Trotzdem kann bis dato nicht genau gesagt werden, wie sich diese Entwicklungen auf Menschen auswirken.

Pro Kilogramm Sediment finden sich in einigen Flussmündungen mehrere Tausend Mikroplastikpartikel (!), im Wasser sind hunderte der Teilchen zu finden.

Derzeit gibt es keine konketen Maßnahmenvorschläge, wie diese flächendeckende Verschmutzung unserer Meere schnell eingedämmt werden kann, trotzdem kommt man auch mit kleinen Schritten zum Ziel. Die Gebühren für Plastiktüten und das Pfand für Getränkeflaschen aus Kunststoff zählen zu diesen wichtigen Schritten, auch wenn die positiven Auswirkungen nicht sofort sichtbar sind. Mindestens ebenso wichtig wäre die Substitution von Mikroplastik in Kosmetik- und Hygienartikeln, denn von dort gelangen sie über unsere Badezimmer in den Wasserkreislauf.

Nähere Informationen (Süddeutsche Zeitung) hier...


06. REWE und Lidl machen den ersten Schritt:
Minimierung der Plastiksackerl in Europa wird forciert

Keine kostenlose Abgabe von Plastiksackerl
Foto: CFalk / pixelio.de

Der Verbrauch von Plastiksackerl soll stark minimiert werden – das sieht eine EU-Richtlinie vor, um vor allem den Lebensraum Meer zu schützen. Bis Ende 2018 soll es keine kostenlose Abgabe der Plastiksackerl mehr geben, bis Ende 2019 soll eine generelle Reduktion aller Sackerl gemacht verpflichtend erfolgen. REWE und Lidl sind dabei Vorreiter und bieten Alternativen an. (Quellen: ARGE Kompost und Biogas, Die Presse, Der Standard)

2010 lag der Verbrauch an Plastiksackerln in der EU bei 100 Mrd. (!) Stück, wovon 89% nur einmal verwendet werden.
Die Supermarktkette Rewe hat in Deutschland Platiksackerl komplett aus dem Sortiment gestrichen – stattdessen erhält man Tragetaschen aus natürlichen Rohstoffen. In Österreich möchte Rewe nicht nur Plastik- sondern auch Einwegsackerl stark reduzieren, seit 1. Juli werden alle Tragetaschen nur noch kostenpflichtig abgegeben. Auf diesen Zug springt auch Lidl auf – und stoppt in Österreich, Deutschland und der Schweiz den Verkauf von Kunststoffsackerln – ab dem Frühjar 2017 soll es von dieser Sorte keine mehr geben.
Leider von der EU-Richtlinie ausgenommen sind Obst- und Gemüsesackerl und sehr dünne Tragetaschen (sog. "Knotenbeutel", Dicke darf 15 Mikron nicht überschreiten).

Anfang Mai wurde eine Reduktion von Plastiksackerln weit über den Vorgaben der EU-Richtlinie in Österreich bis 2019 von Umweltminister Andrä Rupprechter bekannt gegeben. Ab Juli 2016 soll der Tragetaschenverbrauch von aktuell 50 auf 25 Stück pro Person und Jahr bis 2019 gesenkt werden.

Vorreiter ist Frankreich: Im Juli hatte das Land bereits Einkaufstüten aus dünnen Plastik verboten. Im Rahmen des Energiewende-Gesetzes "Energy Transition for Green Growth Act" soll ab 2020 in Frankreich auch Plastikgeschirr verboten werden.

Weiteren Informationen (ARGE Kompost und Biogas) hier ...

Weitere Informationen (Die Presse) hier... und hier...

Weitere Informationen (Der Standard) hier...


07. Exzellente Leistung in Italien:
Parma schafft Recyclingquote von 75%!

Eco Wagon Parma
Mobile Altstoffsammelinsel in Parma
Foto: Zero Waste Europe

Die Stadt Parma erhält internationale Aufmerksamkeit – und das zurecht, denn die Stadt hat in nur 4 Jahren die für eine italienische 200.000-Einwohner-Stadt doch recht beachtliche Getrennt-Sammelquote von 75% erreicht! Dies konnte durch die Einführung eines ausgeklügelten "Tür-zu-Tür"-Getrennt-Sammelsystems mit sehr unterschiedlichen Modulen erreicht werden. (Quelle: Zero Waste Europe)

Die Tür-zu-Tür Sammlung hat zwei Hauptelemente, die "Eco-Station" (eingehauste Sammelinseln) und den "Eco-Wagen" (eine Art mobile Sammelinsel für den Innenstadtbereich). Die Eco-Station ist ein kleines Gebäude, wo recyclierbarer Müll und Restmüll zu jeder Tageszeit entsorgt werden können. Der Eco-Wagen ist ein kleiner Transporter, der in der beengten Innenstadt fährt. Die BewohnerInnen können ihren Müll zu den jeweiligen Standorten bringen.

Durch dieses erfolgreiche System konnten erstaunliche Ergebnisse erzielt werden: Der Anteil der getrennten Sammlung wurde sprunghaft erhöht, die Restmüllmengen verringern sich drastisch, und dennoch konnte gleichzeitig auch die Qualität der getrennten Fraktionen auf Fehlwurfraten deutlich unter 5% verringert werden. Und das Beste: Das Gesamtsystem ist billiger als frühere ineffiziente System, die Müllgebühren konnten somit sogar gesenkt werden.

Zu einer Dokumentation in Englisch geht's hier...

Nähere Infos auf der Website von Zero Waste Europe hier ...


08. From Waste to Taste:
Erstes 'Leftover'-Gourmet-Restaurant in Finnland

Leftover Restaurant in Finnland
Foto: Cassi

In Finnland wurde nun das erste Restaurant eröffnet, wo Lebensmittel verwendet werden, die bei Nichtverwendung bald verderben würden oder wo das Mindesthaltbarkeitsdatum keinen Verkauf mehr zulässt. Kooperiert wird mit Großmärkten, welche die nötigen Zutaten bereitstellen, die anschließend im "Loop" verarbeitet und serviert werden. Diese würden sonst im Müll landen. (Quelle: sputniknews)

Johanna Kohvakka, Leiterin des Projektes, weist darauf hin, dass die Großmärkte nicht nur froh sind, vollwertige Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren, sondern diese sich außerdem Geld sparen, da sie nicht mehr für die Entsorgung der großen Abfallmengen bezahlen müssen, welche bei der Weiterverarbeitung nur noch zu Bio-Sprit werden würden.

Die Gerichte im "Loop" werden von Profiköchen zubereitet, außerdem werden in dem sozialwirtschaftlichen Unternehmen auch Jugendliche, ImmigrantInnen und Langzeitarbeitslose angestellt.

Bis jetzt ist das "Loop" das einzige Restaurant seiner Art und spielt damit auch über Finnland hinaus eine Pionier- und Vorbildrolle.

Nähere Infos (Englisch) hier...


09. WasteAid UK gewinnt Energy Globe Award:
Erfolgreiche Abfall-Entwicklungsarbeit in Gambia

WasteAid UK
Foto: Mike Webster, WasteAid UK

WasteAid UK,eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, geeignete Abfallaufbereitungstechniken in Entwicklungsländern zu etablieren, hat nun den "National Energy Globe Award" für eine ausgezeichnete Entwicklungsarbeit in Brikama, einer Stadt in Gambia, gewonnen.

WasteAid UK arbeitet mit lokalen PartnerInnen zusammen und hat in Brikama eine lokale Abfall-Ausbildung und ein Unternehmenszentrum aufgebaut, wo geeignete Abfallaufbereitungstechniken erforscht werden. Außerdem wird dort das Bewusstsein für Abfallwirtschaft aufgebaut und die Probleme, die mit einer schlechten Abfallbewirtschaftung einhergehen, aufgezeigt. Auch praktische Ausbildungen, wie z.B. sinnvolles Recycling, werden angeboten. Die Abfallverwertungsstrategien wurden an die lokalen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten angepasst, so dass keine teuren Industrietechnologien nötig sind, sondern lokale Möglichkeiten optimal genutzt werden können.

Durch das Projekt konnten vier Aufbereitungstechnologien entwickelt werden:

  • Plastiksackerl zu Pflastersteinen machen
  • Laub zu Holzkohle verarbeiten
  • Fischabfall zu Fischmehl verarbeiten
  • Aus Speiseresten Dünger machen
50 AbfallberaterInnen in fünf Gemeinden wurden in der praktischen Aufarbeitung von Abfall geschult und wurden außerdem zu TrainerInnen ausgebildet, um die erlernten Fähigkeiten in den Gemeinden weiterzugeben und auf diese Weise - unabhängig von Entwicklungshilfegeldern, eine sinnvolle Abfallwirtschaft aus eigener Kraft zu aufzubauen und zu verbreiten.

Weitere Informationen (Englisch) hier...

 

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